Herbst-Jacken-Sewalong 2014-1

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Dreikah und Chrissy (zwei tolle Blogs, die ich erst seit relativ kurzer Zeit lese und dank Twitter gefunden hab, btw) veranstalten gemeinsam einen Sewalong für Herbst- und Winterjacken und -mäntel. Das finde ich ziemlich gut, denn ich hatte mir für dieses vorgenommen, mir erstmals einen echten richtigen Wintermantel zu nähen, da kommt mir Gesellschaft sehr gelegen. Danke schon mal an die beiden für ihren Einsatz, ihre Mühe und die gut durchdachte Aktion.

Das Problem ist, dass ich bis mindestens zum 20. Oktober auf keinen Fall Zeit für ein so komplexes Projekt habe, ich werde also wohl die nächsten Sonntags skippen und dann spät hinzu kommen und eine Aufholjagd starten müssen. Aber ich habe mich immerhin schon vorbereitet und Stoff und Schnitt liegen hier schon bereit.

Was brauche ich?
Ich habe jetzt Jahre mit 2 Mänteln aus Wollstoff ohne Futter (beide grau), 1 Mantel mit Wattierung (braun) und einer Jacke aus Wollstoff mit Wattierung (grau) verbracht. Der wattierte Mantel hat keine Kapuze und gefiel mir auch sonst schon lang nicht mehr, zusätzlich war er der einzige, der mir noch weit in der Schwangerschaft passte (damals im unendlichen Winter 12/13) und er war jetzt nach der Schwangerschaft wirklich durch. Damit ich mich nicht aus Bequemlichkeit noch einen Winter mit ihm arrangiere (fluchend und schnatternd) hab ich ihn dieses Frühjahr weggeworfen. Die Wollmäntel sind beide toll, aber untailliert und ab ca 5 Grad zu kalt. Die Jacke ist auch nicht mehr ganz taufrisch und hat eine Länge, die über Kleidern und Röcken extrem unpraktisch ist.

Ich brauche also einen Mantel, der tailliert, wattiert und zu meiner gesamten Garderobe kompatibel ist (denn mehr als einen werde ich dieses Jahr nicht nähen).

Es bot sich daher (leider) wieder grau als Farbe an. Braun passt zu zu wenigen meiner Kleider, schwarz passt nicht zu braun und manchem blau, blau nicht zu schwarz, rot und lila, die ich sofort nähme, nicht uneingeschränkt zu braun und blau. Tja. Also grau. Da wollte ich dann aber wenigstens einen Stoff mit schönem Muster und Struktur. Und nicht zu teuer, ist ja mein erster gefütterter Mantel. Hab ich gefunden. Baumwollflanell, zeige ich nächstes Treffen.

Ich habe auch schon Thinsulate als Wärmeschicht bestellt. Unsicher bin ich, welches Futter ich verwende. Toll wäre ein petrolfarbener Satin. Aber vernünftig wäre wahrscheinlich ein Windstopper-Futter, oder?

Der Schnitt ist nach dem 1. September-Sale mit einer Großbestellung aus Amerika gekommen:
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Da ich beim Robson sehr gute Erfahrung mit dem Anpassen über die Prinzessnähte gemacht hab, habe ich hier auch wieder einen Schnitt mit Prinzessnähten gewählt. Ich werde die Version mit Kragen nähen, weil ich es dann doch etwas gewagt fände, auch noch eine Kapuze drankonstruieren zu wollen. Was mich etwas abschreckt ist, dass ich ein kleines Buttericktrauma habe. Butterick behauptet laut Maßtabelle stets, ich läge zwischen 14 und 16. Wenn ich dann, voll gewagt, 14 zuschneide, stecke ich in einem Sack. Meist nehme ich zwischen 4 und 8 cm weg. Danach hat der Schnitt meist nur noch entfernt mit sich selbst Ähnlichkeit. Ich werde keine Zeit für Nesselproben haben. Das Risiko ist also groß…

Aber egal, das wird schon. Jetzt erstmal gucken, wer sich schon alles versammelt und mitnähen will.

Trägerrock 2

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Kennt ihr das? Kaum nimmt man sich ein ganz tolles  Projekt vor, schon kommt was dazwischen. So geschehen bei mir diese Woche. Da verkünde ich, dass ich total bald einen Trägerrock nähe, stifte die halbe Welt an, und schwupps: regnet es Arbeit auf mich und ich werde krank und der Minimensch schläft mittags zu wenig und ich verbringe alle meine Abende am Schreibtisch statt an der Nähmaschine. Mist.

Allerdings habe ich gestern abend – wenig erfreut – festgestellt, dass ich mir weniger Klausuren eingepackt hatte als gedacht und so hatte ich spontan noch eine halbe Stunde Freizeit. Die habe ich genutzt, um mir einen halben Teller zu zeichnen der etwa 2 cm unter der Taille sitzt. Normalerweise nutze ich einen Tellerrockschnitt, der eine Handbreit unter der Taille sitzt, da ich einen Formbund annähe. Ich nutze diese Anleitung, die 1a funktioniert.
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Als Bund verwende ich immer, eigentlich für alle Röcke, den geschwungenen Bund von Simplicity 2451. Diesen habe ich auch hier als Basis genommen, allerdings habe ich die untere Rundung an die obere angeglichen und ihm oben und unten 1cm mehr gegönnt. Ich hatte ihn auch bereits um 2cm im Umfang reduziert, aber ihr werdet sehen, dass das nicht genug war.
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Heute mittag konnte ich, während der Minimensch schlief, zuschneiden und mit dem nähen beginnen. Mein Proberock-Stoff ist ein schwerer Baumwoll-Chevron von alfatex, der reduziert war. Der Stoff wirft zwar beständig mit Fädchen um sich und ist – mal  wieder – blau (das ist dann mein 4. blauer Rock, ich bin ein wenig deppert beim Stoffkauf, scheint mir) aber er ist tolle Qualität und hat einen schönen schweren Fall.

Da ich, wie üblich, nur 1m50 gekauft habe, ging es nicht, den schrägen Fadenlauf genau in die vordere Mitte zu platzieren. Das finde ich bei halben Tellern üblicherweise am schönsten. Allerdings ist es hier beim Proberock noch nicht ganz so entscheidend. Beim karierten Stoffwechselstoff werde ich da allerdings am Musterverlauf etwas basteln müssen. Ich hatte allerdings ein sehr reichliches Stück für die Träger übrig, ich hätte also vielleicht doch auch genau den schrägen Fadenlauf nehmen können.

Nun. Ich habe die Träger 3,5cm breit gemacht, also dafür Stoffstreifen von 9cm inkl Nahtzugabe in 120cm Länge zugeschnitten (das war viel zu lang). Die Bundteile habe ich mit sehr steifer Einlage verstärkt, eigentlich hatte ich an Miederstäbchen gedacht, habe aber keine da. Ich bin allerdings nicht sicher, ob das gut ist, evtl. werde ich mich nach Probetragen entscheiden, die nochmal rauszufummeln und durch normale Einlage zu ersetzen, derzeit ist es schon sehr steif.

Hier nun mein Stand nach dem Mittagsschlaf:
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Wie man sieht, war ich in der Messung meiner Taille zu pessimistisch und habe nun nach der Anprobe insg. an den Seiten des Rockes ja 2cm und am Bund vorn 3 und hinten 4 cm weggenommen. Eine Nahttasche rechts habe ich auch eingesetzt. Ansonsten scheint es aber aufzugehen, die Höhe finde ich richtig, die Trägerbreite auch. Ich finde allerdings es gehört dringend eine Bluse darunter, mit Shirt ist es mir zu schürzig irgendwie. Die Träger im Rücken zu kreuzen ist wichtig, damit sie nicht ständig runterrutschen.
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Nun fehlen noch Reißverschluss, linke Naht, Beleg und Saum. Das werde ich wohl hoffentlich in einem kleinen Zeitfenster diese Woche, wenn ich für arbeiten schon zu müde bin, noch schaffen. Denn bis jetzt gefällt er mir sehr.

Me made Mittwoch: afrikanischer Spätsommer

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Endlich wieder Me made Mittwoch. Mit tollen neuen Crewmitgliedern. Da trifft es sich gut, dass ich einen neuen Fotoplatz im Büro (weil wir erst aus und dann wieder einziehen mussten und dadurch die Möbel umstellen konnten) und ein absolut tolles neues Kleid habe.

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Dieses Kleid ist ein weiteres Teil meiner Urlaubsproduktion im August. Schon im Gedanken an den Herbst packte ich mir neben Material für zwei Röcke und ein Sommerkleid auch Stoff, Futter und Schnitt für ein halbärmeliges Kleid ein. Ganz fertig gestellt habe ich es, obwohl ich den Schnitt schon mal genäht habe, erst diese Woche. Genau passend zum Spätsommer.

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Den  Stoff hüte und streichle ich schon länger. Er wurde mir 2012 von Kollege J. aus Namibia mitgebracht und bei solchen Einzigartigkeiten habe ich immer eine gewisse Anschnitthemmung. Hier ein Detailbild.

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Toll oder? Kleine Rauten und minikleine Punkte, die sich zu Kreisen zusammenfinden. Es handelt sich um ein Waxprint, das Material ist mir unklar, mit Poly vermute ich. Auf jeden Fall leicht und bügelfrei. Ich plante ewig ein Hemdblusenkleid daraus, hatte aber keinen richtig richtig guten Schnitt. Eher spontan fiel mir beim Packen des Materials für den Urlaub das Kirschenkleid ein. Und das wurde es dann.

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Der Schnitt ist aus der Knipmode 9/2011 & unter Nähnerds als “das Kirschenkleid” bekannt, weil Juli gar zahlreiche enorm schöne Varianten davon hat. Ich habe bereits eine dickere Variante in grau-pink, wusste aber, dass ich den Schnitt noch anpassen muss aber nicht mehr wie, und hab eine zweite Version daher rausgeschoben. Auch meine diesmal gemachten Änderungen sind noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Dennoch liebe ich dieses Kleid. Sehr sehr.

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Ich denke, ein großer Teil meiner Änderungen würde sich erübrigen, wenn ich das ganze nochmal eine Größe kleiner abpauste und ein FBA (full bust adjustment) machte. Denn folgendes habe ich geändert:
– Taille 4 cm enger gemacht
– die Abnäher im Vorderteil 1cm verbreitert
– Rückenteil an den Seiten je 1 cm und an den Annähern 1cm enger gemacht
– Schultern 2 cm schmaler
– Statt der Ärmel des Schnittes, die Puffärmel meines Weihnachtskleides genommen und im schrägen Fadenlauf zugeschnitten.
– den Ausschnitt tiefer gesetzt.

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Ich trage es hier mit meinem “Petticoat light”, wenn es kälter wird, werde ich es mit roter Strumpfhose und grauen  Stiefeln kombinieren.

Juli tanzt heute im MMM-Blog vor und trägt ein sehr sehr schönes Hemdblusenkleid, das ich sofort auch anziehen würde. An dieser Stelle: Ein herzliches Willkommen, den neuen Vortänzerinnen und der immernoch ungebrochene Dank an die gesamte Crew, dass ihr das ganze jeden Mittwoch mit Herzblut und Engagement auf die Beine stellt!

Trägerrock-Mini-Sewalong

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Es ist ja nicht so, als hätte ich nix zu tun. Und schon drölfzig Projekte und ein Dutzend Ideen. Und Wintermantel und Stoffwechsel und Klausurphase. Eben. Da kann man ja noch was neues anfangen. Seht ihr alle ein. Oder?

Es ist nämlich so, dass am Freitag überraschend schon mein Stoffwechsel-Stoff hier eintrudelte. Ich kann ihn natürlich noch nicht zeigen. Aber er ist toll. Richtig richtig toll. Und er sprach sofort zu mir. Er will nämlich ein Trägerrock werden. Und ich so: “Moment … What?” Wo kam die Idee her? Wer hat das erlaubt? Da hab ich gar keinen Schnitt für…

Ein paar Stunden Pinterest-Recherche später hatte sich der recht dringliche Wunsch nach einem Trägerrock oder besser gleich mehreren verfestigt. Also im Sinne von “Ich kann unmöglich länger ohne einen Trägerrock leben!”. Ihr kennt das. Insbesondere hat es mir dieses Modell angetan. (Kein Bild hier, da ich sicher bin, das verstieße gegen Urheberrecht) Ich tat meinen dringlichen Wunsch nebst Inspirationspin bei Twitter kund und schwupps … Hatte ich sowohl Lotti als auch Muriel infiziert. Tja. Im Herzen sind wir alle Lemminge, nicht wahr.

Da ich aber immernoch keinen passenden Schnitt finden konnte, kam die Idee auf, den Schnitt gemeinsam zu basteln. Und damit wären wir beim Kern der Sache. Es ist nämlich dann nun offiziell, wir nähen uns einen Trägerrock. Und zwar ca. nächste Woche. Ich habe bei einem kleinen Kaufrausch bei Alfatex am letzten Samstag bereits Stoff für zwei (ähem) Probeteile gekauft. Tragbare natürlich. Nesselproben mache ich nicht. Die sitzen eh nie genauso wie das Endmodell später (so zumindest meine Ausrede für Nähschlampen). Und werde, sobald ich dem Minimensch 2-3 Hosen genäht habe, ca am kommenden Wochenende einen Versuch wagen. Muriel arbeitet schon etwas vor und kann uns dann gleich mal vorwarnen, wo mögliche Fallen liegen.

Mein Plan wäre in etwa wie folgt: Ich nähe einen halben Teller, der auf Taille sitzt, oben dran einen breiten Bund, Träger dran, fertig. Ich muss dafür meinen Tellerrockschnitt und meinen Standardbund etwas anpassen. Ggf. sollte man Stäbchen in den Bund einarbeiten, oder? Ach und Taschen müssen rein. Geht nicht ohne.

So, und falls eine von euch jetzt plötzlich auch sehr dringend einen Trägerrock braucht, könnt ihr gern mitmachen. Es gibt keinen Zeitplan und kein Linktool, es geht einfach darum, nicht allein zu basteln. Meldet euch per Kommentar und berichtet, was ihr plant, ich verlinke euch dann einfach hier im Beitrag. Und ich berichte dann am Sonntag von meinem Fortschritt.

Das war der Juni/Juli/August

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Ja also das mit den Wochen Zweiwochen Monats Quartalsrückblicken übe ich dann nächstes Jahr weiter… Hier also nun der Sommer im Ultraschnelldurchlauf.

Ich war und bin weitgehend von Arbeit und Minimensch absorbiert, was auch damit zu tun hat, dass der Mann gerade mehr als viel zu tun hat. Da kamen Garten, nähen und bloggen streckenweise zu kurz. Wobei auch nicht so sehr, wie es hier scheinen mag. Denn zumindest hatten wir im Juni und Juli zwei sehr nette Babysitterinnen, die das Arbeiten erheblich einfacher gemacht haben und im August Urlaub.

Der Garten hat sich weitgehend selbst aus dem Geschehen katapultiert. Zuerst wurde er recht übel vom Sturm gebeutelt, sah danach mehr nach Baustelle aus, als uns gefiel und wurde dann dank anhaltend nassem Wetter quasi vollständig von Schnecken verspeist. Zum Glück sind der Minimensch und ich hart im Nehmen und waren trotzdem da, wann immer es nicht aus Eimern schüttete.
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Geerntet haben wir aber leider wenig. Der Salat und die Radieschen wurden Opfer der Schnecken, die Tomaten und Erdbeeren blieben grün und faulten schließlich weg, die Kartoffeln faulten in der nassen Erde, die Pflaumen wehte der Sturm vom Baum.
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Zwischendurch blühte es auch tatsächlich einige Wochen mal sehr schön, bevor vollkommen vor der Zeit schon zahlreich die Blätter fielen. Wurde nur in unserem Garten schon im Juli alles braun?

Gut gingen Himbeeren, Johannisbeeren, Zucchini, Bohnen und Erbsen. Auch Pastinaken und rote Bete sehen bislang vielversprechend aus. Auch das Kräuterbeet gedeiht gut, ebenso mein neues Sukkulentenbeet, auf das bin ich geradezu stolz.
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Der Minimensch erstaunt uns jeden Tag und ist jetzt echt schon so verdammt groß und glaubt er kann alles alles selbst. Das ist, man kann es nicht leugnen, auch sehr anstrengend. Im Juni und Juli waren zuerst lange Zeit Bücher das tollste. Tierbücher. Da konnte er hundertmal zuhören. Besonders seit er von seinem Patenonkel eine Kiste mit Holztieren bekommen hat. Und malen. Da waren gerade die Babysitterinnen ganz viel mit beschäftigt, da wurde gern mal den halben Vormittag gemalt. Das Babysitting klappt richtig gut. Der Minimensch hat beide schnell ins Herz geschlossen und war immer ganz aus dem Häuschen, sie zu sehen. Und ich sehr froh über ungestörte Arbeitszeit. Ende Juli machte sich allerdings auf Minimensch-Seite eine gewisse Unzufriedenheit breit. Eckzähne und der dringende Wunsch , endlich laufen zu können, sorgten für rumpelstilzige Tage zu einer Zeit, als das hier so gar nicht rein passte. Zum Glück kam dann doch irgendwann der Urlaub.
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Er läuft nun seit Anfang August, hat schon alle Zähne bis auf 4 Stück und ist ein wahrer Sausewind. Am liebsten wäre er rund um die Uhr draußen. Oder würde Dinge sortieren. Sachen von a nach b tragen tut er mit allergrößter Leidenschaft. Stolzer kann kein Mensch sein, als der Minimensch, wenn er beim Tischdecken helfen, oder den Einkauf ausräumen darf. Da muss man ihn dann wieder mit sehr großer Dringlichkeit lieben. Geht gar nicht anders. Im Urlaub haben wir endlich geschafft, was schon kaum noch für möglich gehalten wurde. Der Minimensch schläft nun mittags in seinem Bett ein. Je nach Laune friedlich oder zornig, aber so gut wie immer ohne auf den Arm zu müssen. Das ist sehr schön, denn so kann ich in seiner Einschlafzeit ein Power-Nap einlegen. Und er schläft in seinem Zimmer. Fast immer sogar durch. Allein abends noch im Schlafzimmer das Licht an machen zu können, ist ein Riesengewinn an Lebensqualität.
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Ich war, trotz Stress, den es reichlich gab auch durchaus kreativ. Ich nähte ein Schmetterlingskleid, ein Stoffwechselkleid, einen Punkterock nebst Shirt und Petticoat, eine Mütze, eine Hose und Lederpuschen für den Minimensch, zwei Röcke und zwei Kleider im Urlaub. Erstaunlich viel eigentlich, wenn ich bedenke, wie spärlich mir meine Nähzeit vorkam.
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Denn ich arbeitete doch auch viel. Manchmal weit mehr als meine halbe Stelle impliziert, wenn Klausuren dran sind z.B. Glücklicherweise macht mir das arbeiten sehr viel Spaß. Selbst am Abend. Selbst wenn es stressig ist. Allerdings hoffe ich, dass ich es schaffe in den meisten Wochen wieder 2 Büro-Tage zu haben. Weil mehr als 2 Stunden am Stück arbeiten eben oft sinnvoller ist, weil mir die Abendarbeit in gehäufter Form an die Substanz geht und auch, weil mir Büro, Kollegen, Sozialkontakte fehlen, wenn ich nur so für mich am Schreibtisch sitze. Trotzdem habe ich über mich gelernt, dass ich auch kurze Zeitfenster sehr effektiv zu nutzen weiß, dass ich auch zuhause gut arbeiten kann, ohne mich abzulenken. Eine gute Erkenntnis.

Und ein bisschen was an Links habe ich auch gesammelt:
Eine neue Variante vom Geschäft mit den Altkleidern. Jetzt spielen auch Modeketten mit.

Ein interessanter Artikel über “echte” und “falsche” ebooks.

Bildungspolitik 1: Ein Streitgespräch über die Zukunft des Ausbildungssystems. Ich finde es im.übrigen skandalös, dass wir unsere Berufsbildung entwerten, sie ist der einzige Bildungsbereich, wo es doch eigentlich rund läuft.

Ein interessanter Artikel über Noteninflation. Das kommt an unseren Unis auch so, ihr Lieben, wir sind da auf nem guten Weg.

Bildungspolitik 2: Die nicht ganz neue Forderung nach mehr Anwendungsbezug im Studium, die in meinen Augen genau der falsche Weg ist. Hier gilt ausnahmsweise: lesenswerte Kommentare

Mariska-Skirt: Skeptische Annäherung

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Als ich die ersten Bilder vom Mariska-Skirt bei Santa Lucia Patterns sah, war ich zunächst Feuer und Flamme. Es war Sommer, sonnig und ich wollte sofort so einen Rock haben. Der Schnitt landete auf meiner Wunschliste und tatsächlich bekam ich ihn noch kurz vor unserem Urlaub geschenkt. So stand fest, dass der Mariska Skirt eins meiner 4 Urlaubsprojekte sein würde (außerdem ein Kirschenkleid, das Anna Dress und der Schmetterlings-Tea-Dress-Rock).
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Der Stoffverbrauch wird für Größe M mit 2,80 m angegeben, schon recht erheblich für einen Rock. Solche Mengen finden sich natürlich nicht in meinem Vorrat und ich wollte aber auch für den ersten Versuch eher günstigen Stoff nehmen, so fiel die Wahl auf einen grauen Baumwollstoff mit Pünktchen von Stoffkontor.eu. Beim Zuschnitt merkte ich allerdings, dass ich auch mit meiner Standardmenge von 2m bequem ausgekommen wäre, ich habe 1,9m gebraucht, ohne irgendwo zu tricksen.
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Die Aufmachung und Verpackung des Schnittes ist toll. Sehr schön dickes Schnittpapier, ein hübscher Umschlag, ein süsses kleines Heftchen. Der Schnitt selbst scheint sauber konstruiert und näht sich flott. Die Anleitung allerdings … nunja. Wäre ich darauf angewiesen gewesen, wäre ich bestimmt verzweifelt. Es geht schon damit los, dass die Anleitung drölfzig Zuschneidepläne enthält, die noch mit in die Nähanleitung hineinreichen und eher der Verwirrung als der Orientierung dienen. Dann enthalten die Schnittteile jeweils oben und unten 1cm Nahtzugabe, an den Seitennähten aber 2cm. Das ganze wird im Heft damit begründet, dass es Stoff spart. Naja. In erster Linie kostet es Markierzeit und Nerven. Überhaupt werden in der Anleitung einfache Sachen zu ausführlich erklärt, schwierige dagegen kaum. Und am unsinnigsten: Laut Anleitung wird zunächst der Bund an den Rock, dann der Bundbeleg daran genäht, dann der Futterrock eingenäht und dann der Beleg unsichtbar von Hand innen angenäht. Komplizierter geht es nicht. In meinen Augen wurde hier schlicht versucht, die Anleitung so zu schreiben als würden ungefütterter und gefütterter Rock gleich verarbeitet. Dummfug.
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Der Schnitt selbst ist aber gut. Alles passt gut zusammen und sitzt auf Anhieb gut. Das einzige, was bei mir irgendwie merkwürdig war, war dass der hintere Bund länger als der vordere ist. Eigentlich müsste das andersrum sein, denn der vordere Bund soll als Lasche über den hinteren greifen und mit einer Rockschließe verschlossen werden. Nun, bei mir kommt die Lasche nun halt von hinten. Und ich habe ihr Knopflöcher statt einer Schließe verpasst.
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Der Rock sitzt prinzipiell gut. Ob ich ihn allerdings mag ist mir noch unklar. Ich fremdele mit der folkloristischen Gesamterscheinung etwas. Ich war kurz versucht, es auf die Spitze zu treiben und ihn noch mit Pompon-Borte oder sowas zu versehen. Ich habe die Rüsche ca 1 Handbreit gekürzt, denn knöchellang fand ich ihn wirklich sehr zu cowgirlesk. Auch so bin ich ganz froh, keine Cowboystiefel zu besitzen, die mich in Versuchung führen könnten. Ich trage ihn jetzt mal ein paar mal und warte ab, ob wir uns noch annähern.
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Die Bluse, die ich dazu trage ist übrigens meine einzige wirkliche Lieblingsbluse. Sie ist bald 10 Jahre alt, vom Klamottenschweden, aus sehr elastischem Stoff. Mit Biesen, einem kleinen Stehkragen, Puffärmeln und interessant geführten, sehr gut sitzenden Annähern. Ich würde so gern sehr viele davon haben. Aber welcher Schnitt ??? Hat jemand eine Idee?

Herbst-Stoffwechsel: Mein Steckbrief

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Was nähst du im Herbst/Winter am liebsten für dich?

Ich trage gerade im Herbst gern Röcke. Sie sind flexibler als Kleider, man kann sie mit Lagenlook auch an Übergangswetter anpassen. Ich nahe aber natürlich lieber Kleider, sie sind eher eine Herausforderung. Leider habe ich bisher noch keinen wirklich gut sitzenden Schnitt für ein Kleid mir Ärmeln, deshalb werden es dann meist ärmellose Kleider mit Shirt drunter.

Und wenn wir kurz mal vor allem an Oberteile und Röcke denken, was würdest du da gern nähen? Hast du schon etwas vor Augen? Oder nähst du lieber Hosen oder nur Kleider?
Ich habe vor ein Bleistiftrock-Experiment zu wagen, aus stretchigem Wollstoff am liebsten. Aber weil ich nicht sicher bin, wie gut ein Bleistiftrock in mein Leben passt, werde ich sicher auch herbstliche Teller und A-Linien-Bahnen-Röcke nähen. Blusen wären dazu nett, aber nach wie vor habe ich da noch keinen tollen Schnitt gefunden. Und natürlich will ich auch langärmelige Kleider nähen. Aber auch da ist schnitt technisch noch Luft nach oben bei mir. Elisalex, das Butterick-Lemmingkleid, das Frau-Kirsche-Kleid, alles noch halb gar irgendwie.

Die Glaubensfrage: Webstoff oder Jersey? Oder doch beides?
Webstoff. Jersey ist bei mir immer nur ein Zugeständnis an Praktikabilität. In Webstoff fühle ich mich deutlich mehr angezogen. Allerdings trage ich natürlich Shirts. Und habe bisher auch noch kein gutes Oberteil aus Webstoff zustande gebracht. Alte Hasen beim Stoffwechsel sind schon mit dem Fachbegriff vertraut: Schlimme Oberteilschwäche.

Welches Material vernähst du am liebsten (z.B. Viskose, Baumwolle, Wolle, …) – gegen was hast du eine (starke) Abneigung?

Ich habe einen Hang zu Mischgewebe, das kann gut und schlecht enden. Da ich äußerst ungern bügele, finde ich Baumwoll-Viskose oder Woll-Viskose-Mischungen grandios, weil sie meist ohne knittern auskommen und von der Leine direkt wieder angezogen werden können. Aber die meisten Mischgewebe enthalten eben auch Polytierchen. Und da hab ich dann auch schon viel Mist vernäht, der nicht lang hielt und ständig raschelte. Ab einem Kunstanteil von etwa 30% wird es mir zu raschelig und ich sehe vom Kauf ab. Leider ist ja nicht jeder Stoff gut ausgezeichnet. Ich habe hier mit Alfatex da auch höhere Maßstäbe entwickelt, weil Wollstoffe dort wirklich gut zu bekommen sind. Im Winter trage ich gern Wollstoffe aber auch dickere Baumwoll/Viskose/Kunstfaser-Mischungen. Kaum Erfahrung hab ich bisher mit Crepe. Insgesamt bevorzuge ich Stoffe mit eher festem Griff und etwas Stand. Alles was weich und fließend ist, ist mir irgendwie zu undefiniert.
Ich habe eine recht gespaltene Beziehung zu Cord. Immer mal wieder kaufe ich welchen und nehme mir vor daraus einen Rock zu machen, aber so richtig dolle finde ich das dann immer nicht. Gleiches gilt für Jeans/Denim.
Gar nicht mag ich – auch das altbekannt – Panne-Samt. Bah. Wie Jersey nur in fies. Wofür soll das gut sein? So normaler Samt geht vielleicht sogar, hat aber doch eine deutliche 70er-Anmutung und oft auch viel zu viel Kunstfaser.

Was sind deine Lieblingsfarben, welche stehen dir gut? Welche gehen gar nicht?
Auch hier nix neues: Lieblingsfarben sind und bleiben petrol und lila. Im Winter trage ich auch gern Beerentöne und schon mal was rotes, das wärmt optisch direkt etwas. Türkis hingegen, das ich im Sommer abgöttisch liebe, ist mir im Winter zu knallig, ich mag im Winter auch kein weiß. Eine sichere Bank sind sämtliche Blautöne, die stehen mir eigentlich alle. Allerdings besitze ich, mangels Stoffauswahl in petrol auch schon sehr viel blaues. Ich bin Farbberatungs-technisch ein Winter-Typ, d.h. kalte klare Farben sind meins. Ich habe auch viel graues und schwarzes. Aber das sind für mich eher Vernunfts-Kleidungsstücke. Ich kann nicht sagen, dass ich mich je nach “schwarz” fühle. Aber es kombiniert sich gut mit Farben und dann trage ich es eben auch gern und oft. Braun ist schwierig, da gibt es nur wenige Töne, die mich nicht sehr krank aussehen lassen. Für Pink muss ich in der Stimmung sein, das geht bei weitem nicht immer.
Gar nicht gehen gelb, orange, sand, khaki und warme Rottöne. Auch die allermeisten Grüntöne außer smaragd/jade sind eine Leichen-Lookalike-Garantie.

Welche Muster magst du? Groß oder klein? Blumen, Streifen, Punkte? Oder sind Muster vielleicht gar nicht so deins?

Zunächst mal: Ich mag Muster. Auch im Winter, der ja sehr viel weniger Muster-Vielfalt bietet, was Stoffe anbelangt, trage ich eigentlich nie vollkommen uni-farbene Kleidung. Natürlich gibt es im Winter nicht die Mustervielfalt, die Baumwoll- und Viskosefähnchen im Sommer bieten. Aber ich nehme, was ich finden kann. Karos, gern sowohl große als auch kleine. Pepita, Fischgrät, Tweed – mag ich alles gern. Nur Hahnentritt kann ich nicht so gut leiden. Punkte sind toll, Blumen hingegen dem Sommer vorbehalten. Aber Ornamente mag ich auch ganz gern. Allerdings mag ich Muster eher klein, so dass sie eher ein “Rauschen” auf dem Stoff sind, oder einfach die Optik etwas brechen. Große Muster dürfen mal auf Röcke, da bin ich mutiger mit Muster. Kleider dürfen ruhig eine einfarbige Optik haben ohne einfarbig zu sein.

Gar nicht mag ich Kindermuster für mich, Tierprints gehen überhaupt gar nicht. Und solche großen graphischen 70er-Muster finde ich auch sehr schwierig.

Was sind die Kleidungsstücke, die dir (in letzter Zeit) in deinen Augen am besten gelungen sind? (Bitte mit Link oder Foto) Sind welche dabei, die du vor allem wegen ihres Stoffes magst?

In letzter Zeit habe ich natürlich vor allem Sommerkleider genäht. Aber z.B. mein Anna Dress zeigt ein Muster, dass ich von der Art sehr mag. Diesen Stoff habe ich schon in mehreren Farben vernäht.

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Auch ein absoluter Stoffliebling ist dieses Kleid, das allerdings noch ein paar Nachsitzstunden zur Passformkorrektur braucht. (daher noch unverbloggt)
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In Herbst-Winter-Kategorie ist mein letztjähriges Weihnachtskleid und mein Weihnachtskleid 2011 zu nennen. Beides Karo, beides geliebte Farben.

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Bei Röcken darf es auch mal groß gemustert sein, wie der Wahlsonntagsrockwpid-img_20140415_084410.jpg

und der Alle-Zeiten-Lieblingsrock. Toll fand ich auch diesen Umstandsrock aus sehr hübscher Shetland-Wolle. Ich freue mich außerdem auch jedes Jahr wieder, meine beiden Etuikleider zu tragen. Auch beide Karo.wpid-P1060246.jpg

Wieviel Stoff verbrauchst du ca. für einen Rock, ein Oberteil, ein Kleid? Welche Mindestmenge benötigst du für die Verarbeitung? Oder hast du sogar ein Maximalmaß für Stoff?
Ich bin enorm stoffknauserig und habe deshalb große Fertigkeiten im Zuschnitttetris entwickelt. Röcke quetsche ich meist aus einem Meter, maximal 1,50. Kleider gehen ab 1,50, 2m sind für mich eigentlich schon gut. Auf Verdacht kaufe ich eigentlich nie mehr als 2m, und mehr als 2,5 m habe ich noch nie für ein Kleid verbraucht.

Gibt es sonst noch etwas, das dich als Näh-/Stofftyp in deinen Augen ausmacht?

Ich denke, ich habe durchaus ein Herz für besondere Stoffe, aber fürchte sehr hochwertiges wie Seide, wertvolle Wolle, Leinen, edle Jaquard-Stoffe wären an mich verschwendet. Ich nähe nicht sehr sehr ordentlich und bei einem sehr teuren Stoff hätte ich wohl zu viel Respekt, um etwas gewagtes draus zu machen und würde mich ärgern etwas zu alltägliches daraus zu nähen. Scheut euch nicht, mir einen Angebots-Stoff zu schicken (solang er nicht allzu viel Plastik enthält) aber denkt fünf mal nach bevor ihr was edles kauft. Ich kaufe selbst praktisch ausschließlich Stoffe im Angebot. Ein Stoff, der über 10 Euro/m gekostet hat, den gibt es bei mir praktisch nicht.

 

Mehr zur Aktion und die anderen Steckbriefe der fellow Mit-Stoffwechslerinnen finden sich in diesem Post. Kinder, wie ich mich freue.

Herbst-Stoffwechsel: Los geht’s

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Im Frühjahr tauschten wir erstmals geheime Stoffpakete aus, in der ganzen Republik suchten Bloggerinnen Stoff für völlig Unbekannte aus, es wurde gerätselt, gewartet und am Ende fiebrig vernäht. Der Stoffwechsel war geboren. Und weil es uns unglaublich viel Spaß gemacht hat, gibt es jetzt eine Wiederholung im herbstlichen Gewand. Das ist nochmal eine ganz neue Herausforderung, der wir da entgegen blicken.
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Bevor jetzt alle wild Mails schreiben, dass sie auch mitmachen wollen, muss ich direkt einen kleinen Dämpfer verpassen: damit die Gruppe überschaubar und für uns zu managen bleibt, haben wir, Lotti Katzkowski , die mir dieses Mal bei der Organisation zur Seite steht , und ich, die Stoffwechslerinnen um Einladungen gebeten. Mitmachen kann also nur, wer beim letzten Mal dabei war, oder wer eine Einladung bekommen hat. Außerdem gilt weiterhin die Regel, dass man mindestens 10 für sich selbst genähte und verbloggte Kleidungsstücke vorzuweisen haben muss.

Nun nochmal: worum geht es hier?

Am wichtigsten: Es geht darum, sich auf das Abenteuer einzulassen, eine andere Bloggerin mit Stoff zu beschenken und selbst von einer – meist bislang unbekannten – Bloggerin mit Stoff beschenkt zu werden. Es sollte selbstverständlich sein, dass es dabei vor allem den Geschmack und Stil der zu beschenkenden Bloggerin im Blick zu haben gilt. Im Gegensatz zu “sew bossy” wollen wir niemandem diktieren, was sie nähen soll, sondern einen Vorschlag in Form eines Stoffs machen, den wir als bestmöglich passend für die Empfängerin einschätzen. Möglicherweise hätte diese sich den Stoff nicht selbst ausgesucht, im Idealfall ist sie aber nach der ersten Überraschung inspiriert und kann trotzdem etwas damit anfangen.

Es ist gleichermaßen ein Abenteuer auszusuchen und Stoff zu empfangen, finden wir, und hoffen, wir können uns auf diesen Spaß einlassen ohne dass womöglich jemand nur Stoff nimmt ohne welchen zu versenden, jemand minderwertigen oder sicher nicht passenden Stoff verschickt oder solchen, der sich nicht für (Erwachsenen-)Kleidung eignet.

Diesmal sind wir auf der Suche nach Herbst- und Winterstoffen. Da diese etwas teurer sind, haben wir das Budget auf 25 Euro erhöht. Außerdem gestalten wir die Menge flexibler als letztes Mal. Jede Bloggerin sollte in ihrem Steckbrief klar sagen, wieviel Stoff sie mindestens braucht. Außerdem hoffen wir aber, dass vielleicht im Herbst die eine oder andere auch mal einen Rock näht, der weniger Stoffverbrauch hat. Unterschiede in der verschickten Menge können über den Preis oder über Beigaben in Form von Kurzwaren und Futter ausgeglichen werden.

Auch der Zeitplan trägt der Tatsache Rechnung, dass Winterkleidung oft etwas komplizierter ist. Wir haben sowohl den Besorgungszeitraum als auch den Nähzeitraum gegenüber dem letzten Mal verlängert. Es gibt nun jeweils sechs Wochen Zeit.

Veröffentlichung der Nähsteckbriefe und Auslosung am Wochenende 30./31.8. Die Wichtel werden von uns spätestens am 1.9. mitgeteilt.

Besorgungszeit bis 16.10., Stoffvorstellung am So, 19.10. (Das Linktool bleibt 1 Woche geöffnet)
Jede Bloggerin zeigt ihren Stoff und berichtet, was sie für Pläne damit hat. Dabei versuchen wir das Geheimnis der Absenderin noch zu wahren, es darf also wild spekuliert werden.

Abschlusspräsentation der Kleidungsstücke am 1. Advent, also 30.11. Nun sehen wir, was aus unseren Stoffen geworden ist. Sind es Lieblingsstücke, gibt es Zweckehen? Wie fühlen wir uns in fremdes Tuch gewandet? Und wer steckt hinter unserem Stoffschätzchen. Wir lüften das Geheimnis.

Wir, Lotti und ich, freuen uns schon total auf diese neue Runde Stoffwechsel mit alten und neuen Teilnehmerinnen und was kann die Herbstnähsaison schöner einläuten, als das Ausfüllen des Nähsteckbriefs? Also los! Her mit euren Steckbriefen! Am besten mit Fotos und Links! Wir sind gespannt, was ihr schreibt und was eure Stoffsucherinnen als Aufgabe erwartet. Und ihr? Schon hibbelig?

Bitte denkt daran, auf die Aktion zurückzuverweisen und den Post und nicht die Startseite eures Blogs zu verlinken. Links von Nicht-Teilnehmerinnen löschen wir kommentarlos. Wer den Steckbrief als Anregung für seine Herbstnähplanung verwenden will, darf das aber gern tun. Das Bild oben dürft ihr, Teilnehmerinnen, gern in eure Blogs mitnehmen.

Bunt sind schon die Wälder, gelb die Stoppelfelder

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Zwar ist der im Titel dieses Posts besungene Herbst noch nicht ganz da, noch sehe ich mehrheitlich grünes Laub an den Bäumen und hoffe noch auf ein paar Tage Spätsommer, aber dennoch ist es Zeit, sich gedanklichmit dem Herbst auseinander zu setzen. Zumindest in der Nähplanung.

Noch stelle ich zwar ein paar Baumwollfähnchen fertig, ich trage Baumwolle auch noch relativ lang in den Herbst hinein. Aber danach soll es an die Herbstausstattung gehen. Und ich habe Pläne, aller begrenzten Nähzeit zum Trotz.

Zunächst die Kategorie Brot und Butter:

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Oben 2 mal Wolle, darunter 2 mal dickere Baumwolle

Ich werde definitiv ein paar Röcke und Oberteile nähen. Jetzt wo ich einen Shirtschnitt habe, steht dem nichts im Wege. Eine Reihe Jerseys in uni und gepunktet liegen bereit, zu Shirts verarbeitet zu werden. Außerdem will ich mich an einem Jäckchen aus Jersey versuchen, der Schnitt war in der Knip und ein Probeteil ist zugeschnitten. Als Röcke plane ich sowohl ein paar weitere halbe Teller aus kleineren Stoffstücken, die eh noch da sind, als auch mal ein Bleistiftrockexperiment. Ich scheute bisher davor zurück, fand das stehe mir nicht und unpraktisch zum Fahrradfahren sind sie auch. Aber nun will ich’s wissen. Hat jemand einen Schnittvorschlag? Am liebstem knackeng, knielang mit Diorfalte oder Schlitz.

Für’s Nähnerdherz:

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Georgette in lila, Popeline in rot und braun

Röcke sind nur bedingt eine Herausforderung, daher wird es auch Kleider geben. Interessanterweise habe ich dafür bisher nur einfarbigen Stoff rausgelegt. How very strange. Auf jeden Fall nahe ich das letztjährige Lemmingkleid von Butterick, das mich insofern in Angst versetzt, als ich mit Butterick bisher immer bruchgelandet bin. Ich bin ein Simplicity-Girl. Leider. Und ja, ich bin enorm schnell in der Adaption von Lemmingschnitten. Vielleicht näh ich nächsten Sommer mal Tiramisu?
Auch schon lang auf meiner Liste steht Simplicity 2403, das ich mir aber erst noch leihen muss. Dafür hab ich den braunen Stoff in Kombi mit petrol geplant.
Und dann plane ich auch Elisalex noch eine Chance zu geben. Ich will einfach, dass ich ein passendes Elisalex hab. Ich hätte da diesen hübschen roten Stoff liegen, der wär da gut.

Extravaganzen:

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Oben Probe, unten "in echt jetzt"

Weiter auf der Agenda steht ein Kostüm. Den Jackettschnitt habe ich ja schon getestet und für gut befunden, jetzt also als Ensemble. Stoff liegt bereit. Für ein Probekostüm in dunkelgrau mit sehr dezentem rotem Metallicfaden-Karo und ein wirklich definitives. Lila, Baby. Sieht leider auf dem Foto aus wie braun, ist aber Wolle in sehr schönem Aubergine-Ton in echt. Mag nur keine Fotos von sich.

Notwendig aber eher mit Furcht betrachtet: ein Wintermantel. Mein wattierter Mantel hat nach der Schwangerschaft den Dienst quittiert, die dünnen Wollmäntel reichen nicht und werden auch nicht besser. Es soll also ein richtig echter Wintermantel werden, mit Futter und Klimamembran. Und weitem Rockteil und viel Eleganz. Ein Winter-Kumpel für den Robson, der ihm in Sachen Eleganz das Wasser reichen aber besser wärmen kann. Ohje. Stoff bräuchte ich noch. Was mit dezenter Struktur fänd ich schön. In blau, grau oder im Notfall schwarz.

Untendrunter:
Dringend benötige ich ein bis zwei flutschige Unterröcke aus elastischem Flutschzeugs. Außerdem möchte ich gern ein dunkles Petticoat und einen Tüllteller a la Catherine.

Klingt nach viel Arbeit. Aber zum Glück ist der Herbst ja meist in unseren Breiten gefühlt 6 Monate lang und außer handwerken am heimischen Herd gibt es fast nix zu tun. Oder so ähnlich.

Anna Dress 1/n

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Noch ein neues Kleid. Ein bisschen davon war schon unter dem Frühlingsjäckchen zu sehen:

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Das Anna Dress von By Hand London. Wie auch bei Elisalex gibt es viele Fans dieses Schnittes, aber auch viele, die an ihm verzweifelt sind. Ich bin ganz klar Fan. Ich konnte das Kleid in Größe 10 zuschneiden. Das war schon ungewohnt. Und dann passte es auf Anhieb wie angegossen. Toll. Ich habe lediglich das Oberteil um Fingerbreit verlängert. Das mache ich so gut wie immer. Und das war’s. Wobei man klar sagen muss: ich trage BHs mit D-Cup und habe sehr schmale Schultern und ein breites Becken. Wenn mir ein Schnitt ohne Änderungen passt, ist das eher seltsam.
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Der Schnitt ist nicht ganz billig, aber auch wirklich liebevoll verpackt und designt, das Booklet ist gut geschrieben, die Anleitung einwandfrei. Ich bin sehr zufrieden.

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Die zugesteppten Falten sind eine hübsche Abwechslung zu Abnähern, die angeschnittenen Ärmel sind wirklich nett und gut zu verarbeiten.
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Nicht zufrieden bin ich mit meiner Stoffwahl. Der Stoff ist eim Quilting Cotton von Buttinette und ich liebe das Muster wirklich sehr. Leider knittert er wirklich extrem, so dass das Kleid praktisch 5 Minuten nach dem Bügeln schon wieder ungebügelt aussieht. Da es aber auch nur der tragbare Versuch war, sehe ich darüber hinweg und schneide einfach noch eins zu. Dann werde ich allerdings das Rockteil durch einen halben Teller ersetzen, denn diese vielen Bahnen erscheinen mir überflüssig. Außerdem werde ich das Oberteil füttern, denke ich.
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Aber sonst? Perfekt.