Wenn der Minimensch verreist …

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… dann hat er im Allgemeinen diese schicke Wickeltasche dabei:
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Sie war das letzte Projekt, das ich noch bevor ich ins Krankenhaus kam genäht hab. Erst als letztes, weil ich zutiefst ungern Taschen nähe. Sehr sehr sehr ungern. Ich weiß, dass viele Näherinnen deutlich lieber Taschen als Kleidung nähen. Mir geht es umgekehrt. Lieber passe ich 10 mal  10 Abnäher an einem Kleid an, als eine einzige Tasche zu fabrizieren. Ich finde diese 100 Stofflagen, die man unter die Maschine quetscht nervig, genauso wie das Zuschneiden und nachher wiederfinden von 200 annähernd gleichen Schnitteilen. Grässlich. Nun, aber eine gekaufte Wickeltasche wäre mir jetzt doch gegen die Näherinnenehre gegangen und für den Minimensch mach ich auch mal doofe Sachen. Daher also Wickeltaschenherstellungsaction. Wer mir auf twitter folgt, konnte mich wie einen Rohrspatz schimpfen hören.

Mit dem Endergebnis bin ich sehr zufrieden. Mit der Herstellung eher nicht so. Genäht habe ich nach der Anleitung für den ‘Hip Mama Diaper Bag’ (ja natürlich NUR wegen des Namens) – allerdings mit einigen Variationen. Zunächst mal hab ich kein Inch-Maßband. Daher habe ich alle Maße auf glatte cm gerundet, meine Tasche ist also nicht ganz genauso groß wie in der Anleitung.

Ich habe außerdem den Gurt aus Gurtband gemacht und längenverstellbar, der ‘Hip Papa’ soll die Tasche ja auch tragen können. Für die Schulter gibt es ein klettbares Polster.
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Verschlossen wird unsere Tasche mit Klett anstatt mit Magnetknöpfen. Ist flexibler, je nach Füllstand der Tasche.
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Außerdem schließt sie auch nicht ganz nach unten, sondern so, dass die Klappe oben die Taschentiefe nicht zusammendrückt. Das ist nämlich so, wenn man laut Anleitung vorgeht und finde ich sehr dämlich. In der Anleitung ist die Klappe exakt so hoch wie die Vorderseite und wird bis unten geschlossen, also wird die Tasche oben zusammengedrückt.

Außen ist die Tasche aus Wachstuch von Stoff und Stil, innen aus Bio-Baumwolle mit kleinen Pünktchen. Und gepaspelt – ich bin sehr verliebt, auch wenn ich mich zwischendurch für die Idee am liebsten geohrfeigt hätte. 1000 Schichten Stoff und so, ich war etwas genervt.Hinten gibt es eine Reißverschlusstasche für z.B. das U-Heft.
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Es passt alles rein und ist ordentlich dank zahlreicher Fächer außen und innen. Ich kriege neben dem Wickelzubehör auch noch das Tragetuch und ein wenig Spielzeug unter.
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7 Sachen

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Nach einer Idee von Frau Liebe: 7 Bilder von 7 Sachen für die ich am Sonntag meine Hände gebraucht habe.

Die Wiege angeschubst in der Hoffnung noch etwas Morgenschlaf rauszuschinden, ohne Erfolg…
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Also die Minifüße in Stramplerbeine gesteckt
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Und dem Bad Hair Day mit Hilfsmitteln entgegengewirkt
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Die Schuhe geschnürt und in die Natur aufgebrochen
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Einen Kaffee in der Sonne getrunken
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Einen kleinen Socken angefangen, die ersten sind nun zu knapp, die nächsten passen noch nicht.
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Suppe gerührt.
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Veggieblogtag #19: Arabisches Gemüse

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Der Veggieblogtag unterstützt die VeBu-Aktion “Donnerstag=Veggietag“. Jeden Donnerstag gibt es hier bei mir und bei allen BloggerInnen die mitmachen wollen etwas themenbezogenes zu lesen, Rezepte, Tipps, lesenswertes. Wer Lust hat darf gern mitmachen und auch das Bild aus der Seitenleiste mitnehmen. Hinterlasst gern einen Kommentar. Alle Rezepte pinne ich auch bei Pinterest auf dieses Board. Mehr Infos zur Aktion auch in diesem Blogpost.
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Hallo, liebe Donnerstags- oder Immer-Vegetarier und willkommen zu einer neuen Runde Rezepte-Tausch. Wer mitmachen mag, ist herzlich eingeladen einen Kommentar zu seinem Beitrag zu hinterlassen.

Heute mal wieder was arabisches. Ich mag arabische Küche sehr gern und man kann viele Rezepte sehr leicht vegetarisch abwandeln. Heute ein Pfannengemüse mit Couscous, ein gutes Gericht um reinzuwerfen, was halt grad da ist.
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Zutaten für 4:
150g Coucous
5 Stücke Gemüse, bei mir diesmal: 1 Süsskartoffel, 1 Paprika, 1 Karotte, 2 Stangen Staudensellerie, 1/4 Spitzkohl
1 Zwiebel
1 Handvoll Rosinen
1 El Pinienkerne
1 Dose Tomaten stückig
Ras-el-Hanout (oder eine andere arabischr Gewürzmischung), Kreuzkümmel, Zimt, Paprika rosenscharf, Honig, Salz, Pfeffer

Die Zwiebel in grobe Würfel schneiden und gemeinsam mit den Pinienkernen und einer ordentlichen Prise aller Gewürze in neutralem Öl oder Butterschmalz anbraten.

Das Gemüse grob würfeln. In die Pfanne geben, kurz mitbraten, dann mit 2 Tassen Brühe und den Tomaten auffüllen. Rosinen zugeben. Schonmal grob abschmecken und dann auf kleiner Flamme bei offenem Deckel köcheln, bis das Gemüse gar ist.

Den Couscous kurz vor dem servieren in eine Schüssel geben, gut mit Brühe bedecken, mit Kreuzkümmel und einer Prise Ras-el-Hanout würzen, 10 Minuten quellen lassen, dann einen Stich Butter unterrühren.

Dazu kann man eine Joghurt-Sosse mit Minze oder klassisches Tsatziki reichen.

Me made Mittwoch unentschieden

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Während nun wohl auch in vielen anderen Teilen Deutschlands die Sonne rauskommt, macht sie hier heute Pause. Es ist zwar warm, dabei aber bewölkt und recht stickig. Ich bin deshalb heut recht unentschieden, welche Ärmellänge wohl angebracht ist.
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Ich trage heute einen meiner ältesten selbstgenähten Röcke, er müsste nun mindestens 4 Jahre alt sein. Genäht habe ich ihn aus einem Kleid, das schon meine Mutter in ihrer Jugend trug, ein unförmiges langes Kittel-Kleid , ein sog. ‘Indienkleid’. Daraus hatte ich mir zunächst so mit 15 einen bodenlangen Rock mit Gummizug gebastelt und als auch ich durch diese Phase durch war, wollte ich den Stoff trotzdem retten und schneiderte diesen Rock.
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Das Schnittmuster finde ich nach wie vor sehr gut (habe es aber leider verlegt) – der Rock wird im schrägen Fadenlauf zugeschnitten und hat eine schräge Passe. Allerdings hat es diverse Burda-typische Probleme, von denen ich damals noch nichts ahnte. Deshalb musste ich ihn recht dilletantisch ändern – das könnte ich heute viel viel besser. Trotzdem trage ich ihn, vor allen wegen des schönen Stoffes, gern.
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Dazu trage ich heute Minimensch im Tragetuch, denn es ist ein doofer Bauchwehtag, da ist getragen werden eben einfach am besten.

Und was trägt die Creme de la Creme der deutschen Selbstnäherinnen? Schaut doch mal selbst.

Baby-Hängematte – Making of

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Nach gut 3 Wochen Testphase kann ich berichten: der Minimensch liebt seine Hängematte. Er schläft darin besser und länger als im Bettchen, hat etwas weniger mit Blähungen zu kämpfen und lässt sich dort, wenn im Tragetuch eingeschlafen leichter ablegen. Er ist auch ganz gern drin, wenn er wach ist. Vor allem seit ich ihm zwei Pompons aufgehängt hab. Genau die richtige Dosis Entertainment derzeit.

Via twitter und auch schon beim ersten Post zur Babyhängematte, wurde ich gebeten, ein wenig genauer zu erklären, wie ich sie gemacht hab. Ich habe keine Fotodokumentation gemacht und zeichne nicht gut genug für eine gezeichnete Anleitung, aber ich probiere mal eine grobe Beschreibung der Vorgehensweise mit Maßen und einigen Fotos.

Benötigte Materialien:

3,50m Baumwollstoff, mindestens Nessel-Dicke, in meinem Fall Bio-Nessel ungefärbt
2 Knebelknöpfe
1 Kordelrest
1/2 Schafwollvlies aus altem Kopfkissen, gut gewaschen
1 Stück Gummi 25cm
1 Karabiner
1 Wiegenfeder, gibts online z.B. im bekannten Ausbeuterladen aber auch in Spezialshops
1 Holzstab mit Aussparungen an beiden Enden (bei uns ein Stück eines ausgemusterten Lattenrostrahmens)

Konstruktion und Maße:

Die Hängematte ist, sehr grob gezeichnet, folgendermassen konstruiert:

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Ich habe ungefärbte Baumwolle verwendet hauptsächlich weil ich Biostoff wollte und weil 3,50m eines bunten Biostoffs schnell unbezahlbar werden. Hellgelb oder ein zartes grün hätte ich auch schön gefunden.

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Die Hängematte selbst entsteht aus einer Stoffbahn von 2,8 x 1,2 m. Zusätzlich muss man noch eine Hülle für die eingeschobene “Matratze” nähen, ein Stoffstück am Kopfende einsetzen und eine Knopfleiste und Schlaufen anbringen.
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Wir planen die Hängematte als Reisebett zu verwenden, bis der Minimensch zu schwer für die Feder ist (also schwerer als 15 kg) – deshalb ist unsere Hängematte extendable. Derzeit ist die Liegefläche 35*80cm, sie kann aber auf 40*110cm vergrössert werden, indem eine entsprechend grössere Matratze eingeschoben wird. Das muss man natürlich nicht so machen.

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Folgendermassen bin ich vorgegangen:

Stoff vorgewaschen und 100 Stunden lang gebügelt. Sehr wichtig, denn auf die Menge Stoff ist 5 cm einlaufen schon erheblich.

An den langen Kanten einen doppelt eingeschlagenen Saum von 1cm Breite umgebügelt und abgesteppt.

Die kurzen Kanten einfach 1cm umgebügelt, NICHT ABGESTEPPT.

Die Enden an den kurzen Seiten um 40cm überlappend übereinandergesteckt. Nun die Kanten der entstandenen Liegefläche an den beiden Längsseiten doppelt abgesteppt. Am Kopfende wird die Liegefläche mit dem Stoffeinsatz verschlossen, am Fußende bleibt sie offen, so dass die Matratze rausgenommen und gewaschen werden kann.

Für den Einsatz am Kopfende ein Stück Stoff in 42*40cm zuschneiden, die beiden unteren Ecken leicht abrunden und an der oberen Kante (42 breit) einen Tunnel umbügeln, schmal absteppen und ein 25cm langes Gummi einziehen. Die anderen Kanten einfach umbügeln und in die kopfseitige Öffnung der Hängematte stecken, absteppen.

Die Matratze besteht auch aus Nessel, die Hülle ist 40*85cm inkl Nahtzugaben, Ecken wiederum gerundet, schmal abgesteppt, dabei eine kurze Seite offen gelassen, gewendet, mit Schafwolle gefüllt, Wendeöffnung von aussen verschlossen.

Zuletzt noch die Knopfleiste. Dafür 2 große Knebelknöpfe mit einem Stoffstreifen und Kordel festgesteppt und an der Gegenseite 2 Schlaufen aus Kordel, auch mit Stoffstreifen festgesteppt. So kann der Minimensch auch wenn er etwas bewegungsfähiger wird nicht rausfallen.Bisher machen wir die Knöpfe am Fußende eigentlich nur zu, wenn wir den Minimensch vor Zugluft schützen wollen.

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Wie gesagt, bei uns werden noch ca 25cm Stoff einfach weggerollt, die später die längere Liegefläche ergeben, man kann die Liegefläche gleich grösser machen, oder die ganze Chose aus weniger Stoff nur für kleine Minimenschen.

Den Holzstreben hat Herr Siebenhundertsachen zurechtgesägt, er ist 50cm breit, geschliffen und geölt aus Buche, war mal der Querstreben eines Lattenrosts.
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Wenn ihr Fragen habt, einfach melden, ich bemühe mich dann, die so gut es geht zu beantworten.

Veggieblogtag #18: Gefüllte Kartoffeln

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Heute wieder was sommerliches: Spinatgefüllte Kartoffeln
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Für 2 Personen

6 grosse Kartoffeln
Ca. 6 Nuggets Blattspinat TK
4 Cocktailtomaten
Feta
Geriebener Käse
1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
Salz, Pfeffer, Muskat

Die Kartoffeln kochen. Mit oder ohne Schale ist egal, kommt darauf an, ob es junge oder alte Kartoffeln sind.

Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken und in einer Pfanne in Butter anschwitzen, den Spinat und einen Schluck Wasser zugeben und köcheln lassen, bis der Spinat aufgetaut ist.

In der Zwischenzeit die garen Kartoffeln halbieren und mit einem Teelöffel Höhlen reinkratzen.

Das ganze Spinat-Zwiebel-Gemisch auf ein Brett kippen und mit einem grossen Messer grob hacken, zurück in die Pfanne. Die Tomaten würfeln und mit den Inneren der Kartoffeln auch dazu geben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig würzen.

Die Füllung in die Kartoffeln geben und wahlweise mit Feta, geriebenem Käse oder beidem bestreuen und bei 200 Grad ca. 10 Minuten im Ofen überbacken.

Me made Mittwoch: Blumen fast sommerlich

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Heute mussten der Minimensch und ich schon früh zu einem Termin los. Da war es noch recht frisch, so dass Lagenlook hermusste.
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Ich trage meinen Blümchenrock nach dem vielgeliebten Schnitt Simplicity 2451, den ich letztes Jahr im Mai genäht habe. Darüber zunächst noch einen Pulli und einen Schal. Den Stoff, einen leichten Baumwollstoff, habe ich mir aus Israel, genauer aus der Stoffstrasse in Tel-Aviv mitgebracht.

Der Rock gehört zu meinen Lieblingen 2012 und ich freue mich sehr, dass das Wetter endlich zulässt, dass ich ihn wieder trage. Wenn ich gleich mit dem Minimensch spazieren gehe, dann werde ich schon diese Kombi tragen können, juhu.
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Die Bluse ist gekauft und sehr geliebt, kennt jemand einen Schnitt für eine ähnliche Bluse? Ich bin sehr schwierig mit Blusen und es ist selten genug, dass ich eine finde, die gefällt und passt.
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Ich bekam schon letzte Woche Lob für meine schönen türkisen Schuhe. Sie sind vom vorletzten Jahr und schon reichlich abgeliebt, falls jemand solche irgendwo in 40 sieht oder rumfliegen hat, ich nähme sie sofort, ich liebe diese Schuhe. Und einen lila Gürtel brauch ich auch…

Andere Damen in tollen Kleidern finden sich auf dem Me Made Mittwoch-Blog zusammen. Schon länger habe ich der Crew nicht mehr für ihr Engagement gedankt! Danke Mädels für eure Mühe!

In den Beruf gedrängt?

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Ich habe die Jauch-Sendung am Sonntag nicht gesehen, nur die Häme meiner Timeline und der Welt darüber vernommen. Aber ich habe zur Feststellung des Herrn Kardinals ‘Frauen werden in den Beruf gedrängt’ sowie zur Einstellung des Herrn Kippenberg ‘Hätte meine Frau wieder arbeiten wollen, hätte ich sie nicht geheiratet’ schon ein paar Gedanken anzubieten.

Überflüssig zu sagen, dass die oben genannten Ansichten ein recht rückwärtsgewandtes Frauenbild transportieren. Aber das könnte man ja noch als spinnerte Illusion zweier gestriger Männer abtun. Die Frage ist jedoch: Ist was dran? Werden Frauen in den Beruf gedrängt? Und: Wünschen wir uns de facto das klassische Familienbild zurück, so wie Herr Kippenberg? Wäre das die Lösung unserer Probleme, wie uns die CSU glauben machen will?

Es wird Kardinal Meisner erschrecken, aber ich würde ihm zustimmen, wir werden in den Beruf gedrängt. Die CSU und Herr Kippenberg haben aber trotzdem einen an der Waffel. Was der Kardinal vergaß: das gilt nicht nur für Frauen. Tatsächlich ist es nämlich so, dass die gesellschaftliche Realität, der demographische Wandel, das Steuer- und Absicherungssystem und schlicht der Kampf ums Überleben heute von den meisten Männern wie Frauen Vollzeit-Lohnarbeit fordern, ob diese da nun Lust drauf haben oder nicht. Die Frage nach dem ‘arbeiten wollen’, die Frau Kippenberg so generös mit ‘nein’ beantworten konnte, stellt sich den meisten Menschen schlicht nicht.

Nun habe ich das riesige Glück gehabt, dass ich mir mein Studium und meinen Beruf frei aussuchen konnte, dabei nur in geringem Maße Rücksicht auf Verdienstmöglichkeiten nehmen musste und so auch in meinem Beruf relativ zufrieden bin. Das Gleiche gilt für meinen Mann und die meisten Menschen, die ich kenne. Wir Seeligen. Das ist ja nun wirklich nicht der Regelfall. Und dennoch, selbst wir, selbst die meisten unserer Bekannten, wir alle würden vermutlich weniger arbeiten, wenn wir es nicht aus wirtschaftlichen Gründen müssten. Auch wir planen eine solche Timesharinglösung, wenn auch nicht ganz so drastisch wie eine Familie in Berlin, über die ich einen Artikel las, den ich nicht mehr wiederfinde, nach meiner Elternzeit. Also ja. Ich werde in den Beruf gedrängt, genau wie mein Mann. Aber nicht so sehr von den karrieristischen Erwartungen, die an mich gestellt werden, als vielmehr von der Angst vor Altersarmut, der Notwendigkeit unseren Lebensunterhalt zu bestreiten und dem Wunsch, dies auf ökologische, nachhaltige und faire Art tun zu können und nicht durch günstige Lebensweise anderen zu schaden. Und ja, wir fahren auch gern in Urlaub und leisten uns das ein oder andere kostspielige Hobby (*räusper*).

Wo der Kardinal, die CSU und der ein oder andere sonstige Gegenwartsleugner falsch liegen, das ist beim Gegenentwurf. Denn nicht etwa die angeblich klassische Aufteilung Herd vs. Büro ist es, die wir wählen würden, könnten wir es. Nein, wir würden beide beides wollen. Jeder nur Teilzeit arbeiten, jeder Haushalt, jeder Zeit mit dem Kind und auch jeder Zeit für nicht-gewinnorientierte Tätigkeiten: Hobbies, Informationskonsum, Ehrenamt. Und dieses Modell, das ist leider in Deutschland nach wie vor Utopie. Wer das wählt wird vom Staat und vom Arbeitgeber an vielen Stellen erheblich benachteiligt. Steuerlich, in der Rente, bei den Aufstiegschancen, bei der Zuteilung von Betreuungsplätzen usw. usf. Und doch, es täte der Gesellschaft gut, es würde vielleicht dem demographischen Problem einen Dämpfer verpassen, den Betreuungsnotstand mildern und die Arbeitslosigkeit reduzieren. Auch wären wir vielleicht einfach zufriedenere Menschen, Skandal! Wir, und viele andere, wären gar bereit, hier beim Einkommen zurückzustecken, Geld gegen Freiheit einzutauschen. Denn, und das möchte ich klar sagen: ich betreue gern mein Kind, ich freue mich auf meine Elternzeit, aber ich habe einen interessanten, vielseitigen und tollen Beruf, den ich auch gern wieder ausüben möchte. Ich schätze die geistige Anregung, den Kontakt mit Studierenden und das Gefühl wenigstens ab und zu etwas zur Bildung und Aufklärung der Studis beitragen zu können. Und ich bin so frei, davon zu träumen, dass ich dies darf, ohne damit mein Kind vernachlässigen zu müssen. Aber so wie die Lage aussieht, ist selbst väterliche Elternzeit und die Sicherung des Einkommens wenn die gerade gewordene Mutter eine wichtige Stütze des Haushaltseinkommens ist, immernoch eher theoretisch möglich… und von Auslaufen dieser im Sozialsystem fest verankerten Fallstricke kann leider leider noch keine Rede sein.

7 Sachen

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Ich bin mal wieder dabei, mit 7 Sachen, die ich heute mit meinen Händen gemacht hab. Erstmals mit Minimensch.

1. Nachdem die Bauchweh des Minimenschen mich geweckt hatten, aber ihn nicht, die gewonnene Zeit für eine flotte Runde Fußpflege genutzt. Es wird ja jetzt Sommer, hörte ich.
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2. Dem Tisch ein sommerliches Gewand verpasst.
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3. Den Minimensch ausfahrbereit gemacht.
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4. Mit dem Schwesterherz einen Kaffee getrunken.
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5. Den leicht überdrehten Minimensch ins Tragetuch verfrachtet zwecks Einschläferung.
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6. Gekocht.
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7. Einen Schnitt kopiert.
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