Sonntagssachen 37/2016

Nach sehr spät ins Bett für alle war der Minimensch leider trotzdem zur gewohnten Zeit wach. Entsprechend alle eher träge. Frühstück ganz ohne Milchhörnchen. Eisblumen am Dachfenster. Komplexe Bahnkonstruktionen. Keksverzierung. Adventskalenderpäckchen ausgepackt.Zwei Kerzen angezündet. Ein ziemlich steberhaftes Kürbis-Karotten-Brot auf dem nagelneuen Pizzastein gebacken (und mir daran ein wenig den Rücken verhoben… Jaja. Lacht nur.)

Me made Mittwoch: Upcycling

Heute zeige ich mein Bürooutfit von gestern. Im Moment ist es ja doch erstaunlich warm, da kann ich nochmal die Oberteil-Rock-Kombis ohne Wolle rausholen. Und so trug ich gestern mal wieder meine Kleiderschrank-Staples-Farbe blau und zwar in folgender Kombi:

Der Rock ist schon bekannt und mehrfach gezeigt: der Partyrock von crafteln.de. Neu sind beide Oberteile. Die Bluse habe ich im Sommerurlaub in Südfrankreich gekauft schon mit dem festen Plan, sie zu ändern. Sie war nämlich ohne Abnäher gearbeitet und fiel dadurch an mir eher „tonnenhaft“… Aber weil ich das Muster, die Kragenform und den sehr feinen Denim hübsch fand und ja neuerdings weiß, dass mir solche Blusen gut stehen, habe ich sie dennoch gekauft und dann umgearbeitet. Ich fügte zwei zugesteppte Falten ins Vorderteil ein, wie beim Anna Dress und der Knip-Vintage-Bluse und zwei normale Abnäher ins Rückenteil. Jetzt sitzt sie exzellent und ich trage sie sehr gern. Sie ist auch angenehm lang, so dass sie in den Rock gesteckt bleibt, wo sie hingehört und nicht dauernd zuppelt. Außerdem hat dieses Upcycling-Experiment mir Mut gemacht, mir die Knip-Bluse auch nochmal aus etwas festerem Stoff zu nähen.

Die Strickjacke war ein Blitzprojekt. Sie war ursprünglich ein knielanges Strickkleid vom großen schwedischen Ausbeuterlabel, das leider mal ein paar Spritzer Chlorreiniger abbekam. Das ist nun etwa 4 Jahre her und seitdem trug ich das Kleid nur noch als Unterkleid unter Jerseykleidern. 

Als ich mal wieder feststellte, dass ich keine blaue Strickjacke habe, die richtig gut sitzt, kam mir Montagmorgen die Idee zu diesem Upcycling. Ich habe also das Bündchen vom Kleid abgeschnitten, das Kleid oberhalb der Flecken eingekürzt und vorn aufgeschnitten, das Bündchen wieder dran und aus dem Reststück eine Knopfleiste angenäht. Hätte ich noch passende marineblaue Knöpfe gehabt, hätte ich damit in 30 Minuten ein Jäckchen genäht. Leider hatte ich keine Knöpfe, so blieb es vorerst offen…

Ninas heutiges Kleid erinnert mich wieder daran, dass ich super dringend mal was aus dem Gertie-Buch nähen will…

Sonntagssachen 36/2016

Frühstück mit dem ersten frischen O-Saft der Saison. Einen Wickelknäueladventskalender verpackt. Die Balkonpflanzen in Wintermäntelchen gesteckt. Einen Fliegenpilz gefilzt.Lebkuchenhausbruch zum Tee.Kinderbücher aussortiert. Wäsche gefaltet. Heißen Apfelsaft gemacht. Vergeblich versucht, aussagekräftige Fotos vom Yoga zu machen. Genäht.

Weihnachtskleid 2016, Teil 1 und 2

Ich komme in letzter Zeit zu wenig zum bloggen, weil ich zu viel Serien bingewatche und abends immer deutlich antriebslos bin. Nichtsdestotrotz werde ich definitiv ein Weihnachtskleid nähen, denn ich hab bereits seit September 2015 den festen Plan zu diesem Kleid.

Diese Woche ist schon der zweite Teil des sewalongs und daher nur ein Mini-Abriss meiner bisherigen Weihnachtskleider.

Das erste Weihnachtskleid nähte ich 2011, das war glaub ich auch der erste Weihnachtskleid-Sewalong bei Catherine auf dem Blog. Das Kleid trage ich bis heute ganz gern, auch wenn es heute nicht mehr meinen Nähansprüchen genügt.

2012 war ich schwanger und nähte ein Kleid aus dicken Jersey, an dem ich ziemlich herumdokterte mit dem ich dann nur leidlich zufrieden war und dass ich auch seither kaum trug.

2013 stillte ich und nähte ein Wickelkleid aus tollem Karostoff. Leider ist mir das Kleid ohne Stillbrust zu weit, es ist nämlich wirklich sehr schön.

2014 arbeitete ich dann wieder und hatte insgesamt in der Adventszeit und im Leben zu viel Stress und nähte daher nur ohne Sewalong einen roten Weihnachtsrock.

Im vergangenen Jahr war die Vorweihnachtszeit ebenfalls nicht durch besonders viel Ruhe, Besinnung und Freude geprägt und so machte ich auch nicht beim Sewalong mit, nähte mir aber in der Woche vor Weihnachten, die ich krank  geschrieben war, einen sehr schönen Schotten-Karo-Weihnachtsrock, den ich wirklich heiß und innig liebe und auch dieses Jahr schon anhatte.

Dieses Jahr bin ich fest entschlossen wieder mitzumachen beim Sewalong. Vor allem auch, weil ich eine neue Nähmaschine habe. Allerdings habe ich sicher keine Zeit, mir einen komplexen neuen Schnitt zu erkämpfen. Ich arbeite bis zum 23.12. und habe noch ca. eine halbe Million handgemachte Geschenke auf meiner Liste. Daher wird mein Kleid ein neuer Aufguss des bekannten Themas „Elisalex + Tellerrock“. Ich habe da bereits seit September 2015 diesen Stoff im Lager:

 

wp-1479748360294.jpgDen habe ich in Paris gekauft. Ich habe davon einen halben Coupon, also 1,5m. Es handelt sich um einen mittelschweren Satin-artigen Stoff in schwarz mit Beflockung. Es wird sich vermutlich etwas Stoffknappheit einstellen. Daher werde ich evtl. statt eines Tellerrocks den Rock vom Anna Dress nehmen, der ist durch die Bahnen relativ stoffsparend und hat einen schönen Fall.

Da der Stoff recht schwer ist, werde ich ihn nicht füttern und lieber nur Belege arbeiten, das Futter ist mir bei all meinen Elisalexen bisher noch nie recht gelungen, da muss ich das jetzt auch nicht haben.

Wenn noch Stoff da ist, gibt es einen Gürtel. Dann geht das ganze dann doch sehr in Richtung dieses Kleides aus der Oktober-Knip, das ich wirklich ganz und gar verzückend finde:

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Und jetzt schau ich schnell, was alle andren nähen und bringe mich adäquat in Stimmung.

Sonntagssachen 35/2016

Frühstück nach ziemlich unruhiger Nacht.Die Adventszeit dämmert heraus, da beginnen die ersten Basteleien – es wurde gefilzt. Mein Brautkleid ausgepackt und nach Anprobe beschlossen, es aus Kälte und zu eng-Gründen nicht für eine anstehende Hochzeit zu kürzen, sondern was anderes anzuziehen. Die neuen Teetassen eingeweiht.Einen Waldspaziergang gemacht und dabei viel mit Blättern geraschelt.Die Bude gewischt. Nach sehr eigentümlichen Minimensch-Regeln Lastesel gespielt. Die im Wald gesammelten Dinge zum trocknen ausgebreitet. 

Sonntagssachen 34/2016

Aus dem wunderschönen Michael-Ende-Bilderbuch vorgelesen. Frühstück mit selbstgebackenem Brioche und geschenkten Quittengelee. Wegen „irgendwie kränklich-Gefühl“ massenhaft Ingwertee getrunken. Und Mittagsschlaf gemacht. Seit sehr langer Zeit mal wieder Ohrringe gemacht, für mich und zum verschenken. Die Ohrringe gleich mal in ein Päckchen gepackt. Das schon seit einiger Zeit gebrochene Ofenglas ausgetauscht. Fäden an meinen neuen Socken vernäht. Den wieder heilen Ofen mit Fladenbroten gefüllt. 

Nachkochempfehlung: Scharfes Kürbis-Risotto

Als ich gestern auf der Heimfahrt Tinis aktuelle Podcastepisode hörte, hatte ich sofort Lust, mein Rezept für Birnen-Kürbisrisotto aufzumöbeln. Ich habe das verlinkte Rezept nicht besonders genau studiert, weil ich Jamie Oliver persönlich so unsympathisch finde, dass ich meist keine Lust hab, seine Rezepte zu lesen. Aber die Grundidee eines kräftig gewürzten Kürbisrisotto fand ich ziemlich gut. Das Ergebnis meiner Freestyle-Interpretation war derart köstlich, dass ich das sofort verbloggen muss, um es nicht wieder zu vergessen.

Für 3 Personen:

1/2 Hokkaido-Kürbis

1 Zwiebel

200g Aborio-Reis

2 Birnen

800ml Gemüsebrühe

1 Glas Weißwein

Olivenöl

30g Butter

50g Parmesan

1/2 Becher Creme fraiche

Schwarzkümmel, Piment d’Espelette, Rosmarin, Thymian, Salbei, Kürbiskönig v Herbaria, Salz, Pfeffer

Optional etwas Brot für Croutons

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Den Kürbis von Kernen und Matsch befreien und in ca 1-2cm dicke Streifen schneiden. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, mit Olivenöl beträufeln und mit Schwarzkümmel, Piment d’Espelette (alternativ Chiliflocken oder Paprika scharf), Salz, Pfeffer und Kürbisgewürz bestreuen und für 30 Minuten in den Backofen geben.

Die Birnen schälen entkernen und fein würfeln.

Die Butter in einem Topf schmelzen, die Zwiebel fein würfeln und in der Butter glasig dünsten. Dann den Reis zugeben und ebenfalls kurz anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen. Nun Rosmarin, Thymian (je eine gute Prise) und etwas Salbei zugeben. Wenn der Wein fast  verkocht ist, mit Brühe leicht bedecken und die Birnenwürfel zugeben, bei schwacher Hitze unter rühren köcheln lassen, wenn die Flüssigkeit weg ist, neue Brühe nachgießen, wieder rühren und köcheln lassen und so weiter und so fort, bis der Reis bissfest gegart ist.

In der Zwischenzeit den fertig gebackenen Kürbis mit allen Gewürzen zusammen pürieren.

Wenn der Reis gar ist, das Kürbismus, die Creme fraiche und den geriebenen Parmesan unterziehen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, ggf. noch einmal etwas Brühe angießen da der Kürbisbrei sehr fest ist.

Croutons braten und darüber streuen.

Sonntagssachen 33/2016

Ausgeschlafen dank Minimensch betreuender Oma. Frühstück mit Quittengelee. Im Auto gestrickt. Immer noch sooo viele Äpfel an den Bäumen und das kurz vor November. Bäume geschnitten. Rote Weinberge bestaunt. Tee getrunken, Kuchen gegessen und zugehört was der Minimensch derweil so gemacht hat. Gespielt, bzw beim Spielen assistiert. Spätzle mit Linsen gegessen. Wein getrunken und die Zukunft der Arbeit, der Bildung und der Rente diskutiert. 

Podcastempfehlung: Einblick in die DDR

Die Stasi hatte scheinbar eine Abteilung, die sich mit der Auswertung von Briefen von Bürgern an ranghohe Parteikader, Minister und den Staatsratsvorsitzenden beschäftigte. Ausschnitte aus diesen Briefen, sortiert und kommentiert stellt das WDR 5 Feature „Briefe an Honecker“ zusammen. 

Das zuhören hat mich wirklich beeindruckt. Zu hören, wieviel Hoffnung und Vertrauen gehört zu werden gerade aus den früheren Briefen spricht. Aber auch wieviel Missgunst und Wut aus den Briefen älterer Frauen zur Situation junger Mütter. Wie auch die Unzufriedenheit mit zeitlicher Folge immer deutlicher wird. Am bedrückensten allerdings die Briefe von Punks zu Gewalt von Skinheads und der Tatsache, dass die Volkspolizei scheinbar schon zu der Zeit auf dem rechten Auge blind war. Geschichte ist eben doch meist nicht vorbei. 

WDR 5 Neugier genügt – Das Feature: Volkes Stimme – Privatbriefe an Erich Honecker 

Me made Mittwoch: Das störrische Tea Dress

Gestern trug ich zu einer Fortbildung mein nagelneues 1940s Tea Dress, und heute trage ich es gleich nochmal (aber habe keinen so schönen Spiegel zur Hand wie im Fortbildungshotel).

 

wp-1477489499800.jpgDas 1940s Tea Dress von Sew Over it hat in Nähbloggerinnen-Kreisen einen ziemlich katastrophalen Ruf. Mir ist keine bekannt, die es einfach so ohne großen Änderungsmarathon nähte. Eher kenne ich Berichte von Wut, Verzweiflung und langem Kampf um dieses Kleid. Also stehen alle Zeichen auf: NICHT NACHMACHEN! Leider ist es aber halt ein echt schönes Kleid. Und leider bin ich ja auch von Natur aus etwas trotzig veranlagt. Also hatte es sich schon ein bisschen in meinem Kopf festgesetzt, dass ich das Kleid trotzdem (ätschi) haben möchte. In der wunderbaren Drehumdiebolzeningenieurin fand ich da eine Schwester im Geiste, auch trotzig entschlossen das Kleid zu nähen. Und weil es sich terminlich spontan ergab fanden wir uns letzten Samstag zu einem Nähkränzchen zusammen und gingen das Projekt an. Allerdings mit zwei unterschiedlichen Strategien. Ich nahm den Originalschnitt, nähte im Vorfeld zwei Probeoberteile und passte den Schnitt auf Basis von anderen gut passenden Schnitten an. Die Drehumdiebolzeningenieurin konstruierte sich aus ihrem Grundschnitt einen Schnitt mit den Designmerkmalen des Originalschnittes nach. Zeitmäßig scheint mir, kam es etwa auf das selbe hinaus – alles in allem viel Arbeit, so viel sei zur Warnung potenzieller trotziger Nachmacherinnen gleich gesagt. Ich habe zwei Abende gebraucht um die Proben anzupassen und einen Nachmittag und zwei Abende für Zuschnitt, nähen, anpassen des Kleides.

Leider habe ich versäumt, meine Proben zu dokumentieren. Die erste Probe habe ich in meiner Größe laut Maßtabelle genäht, das wäre Größe 12, das ist soweit auch sonst meine Größe. Das Ergebnis war ein Oberteil, das im Rücken locker 6 vielleicht sogar 8 cm zu weit war. Das Taillenband vorn war 4 cm zu weit. Unter den Armen und über der Brust  war auch reichlich überflüssiger Stoff, um die Brust war das Oberteil aber dennoch zu eng.

Mein Eindruck ganz klar: vollkommen unprofessionell gradiert. Mir scheint, der Schnitt wurde für ein A-Körbchen erstellt und dann basierend auf den Brustweiten der einzelnen Größen überall gleichmäßig weiter gemacht. Da die Schnittteile aber schon recht speziell sind, ist es gleichzeitig nicht trivial, das ganze anzupassen.

Die Differenz im Rücken habe ich zu gleichen Teilen i der Teilungsnaht, der Mittelnaht und der Seitennaht rausgenommen. Beim Taillenband habe ich 2cm mittig und je 1 cm an den Teilungsnähten rausgenommen. Die Brustteile habe ich mit dem Schnitt New Look 6069 abgeglichen, den ich sehr gut angepasst habe und der eine ähnliche Form der Brustteile hat.  Daraus ergab sich das zweite Probeteil.

Das war dann um die Brust etwas eng und über der Brust etwas weit. Ich habe also nochmal 1cm FBA gemacht und dann das Kleid zugeschnitten. Mein Stoff ist ein Wollstoff, Kammgarn, klassische Anzug/Kostümware mit feinen Streifen in blau und dunkelgrau. Gekauft bei alfatex letztes Jahr im Winterschlussverkauf. Nur so halb die richtige Wahl, kann ich jetzt sagen.

Beim nähen ergab sich dann noch, dass die Schultern etwas zu breit waren, dass über der Brust zu viel Stoff war, der interessanterweise zu einer Beule neben der Brust führte. Zum Glück hatte ich ja fachkundige Unterstützung und kurzweilige Unterhaltung dank Frau Drehumdiebolzen, steo konnte mich das nicht allzu sehr aus der Ruhe bringen. Der Schnitt sieht übrigens keine Einlage nirgends vor. Vollkommen eigenmächtig haben wir aber das Mittelteil des Taillenbandes und den Ausschnitt-Beleg einfach trotzdem bebügelt. Der Rock in Gr. 12 passte irritierenderweise fast perfekt an das insg. 8cm engere Oberteil, ich musste nur hinten die Abnäher etwas versetzen – was immer das zu bedeuten hat.

Das zu viel Stoff über der Brust konnte ich nur mit Hilfe eines recht unkonventionellen Abnähers ins Armloch bannen, da muss ich dann nochmal ans Schnittteil ran. Ansonsten sitzt das ganze aber prinzipiell wie ich mir das vorstellte. Einzig dass die Ausschnittkante trotz Staystitchens erheblich leierte und der Ausschnitt dann auch zu tief wurde, das war ziemlich doof. So trug ich das Kleid gestern notgedrungen mit Shirt drunter und das Baumwollshirt und der Wollstoff sind keine guten Partner. Zuppelig. ußerdem zeichnete sich der Beleg durch den Oberstoff ab und rutschte an den Schultern auch etwas raus trotz understitching. Mit Schal gings natürlich, ich bekam für das Kleid zahlreiche Komplimente, das motivierte mich, das Ausschnittproblem anzugehen.

 

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Ich trennte den Beleg raus und verstürzte die Ausschnittkante mit einem minimal gedehnten Spitzen-Wäschegummi. Jetzt steht nichts mehr ab, nichts krabbelt raus und der Einblick ist auch nicht mehr so tief. Somit kann ich das Kleid nun mit einem Seidenunterkleid tragen, da klebt dann auch der Wollstoff nicht mehr ganz so dran. So sieht das ganze also dann heute optimiert aus:

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Ich bin ganz zufrieden. Dem Rock hatte ich schon 2cm an Saumlänge zugegeben, dennoch konnte ich nur 1cm umbügeln für den Saum. Der Wollstoff ist eine Spur  zu steif, ein Stoff mit weicherem Fall wäre besser, die Optik des strengen schlichten Stoffes mit dem eher blusigen Schnitt finde ich allerdings sehr super.

Für eine zweite Version, die ich fest plane, würde ich mal Feingabardine mit Viskoseanteil versuchen. Crepe, der sicher geeignet wäre, mag ich von der Haptik einfach nicht. Aber es muss ein Stoff mit einem weichen aber schweren Fall sein, Baumwolle wäre definitiv zu steif. Dann würde ich auch nochmal das Brustschnittteil und die Ausschnittlinie anpassen, 1 cm höherer Ausschnitt wäre nicht gänzlich verkehrt.

Das Fazit zum Schnitt: Nett gedacht, schlecht umgesetzt. Nur mit Blut, Schweiß und Tränen gut umzusetzen. Definitiv kann man am fertigen Kleid nicht mehr viel anpassen, Anpassungen gehen hier nur mittels Probeteilen. Also eigentlich so gar nicht mein Ding – aber der Trotz hat gesiegt.

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Frau Prinzenrolle fordert uns heute auf, einfach mal Komplimente zu machen. Ich kann das nur befürworten, schon ein freundliches Lächeln macht echt viel aus! Also auf auf zum MMM-Blog und die vielen schönen Kleider komplimentieren!