Sonntagssachen 18/2016

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ich bin gejetlagt, der Minimensch hat in der Nacht 2 Stunden hellwach herumgezappelt, niemand ist hier am Morgen besonders gut gelaunt. Croissant hilft aber. und der zweite Schlaf nach dem Frühstück dann irgendwie auch. so dass ich mich dann doch zum Kofferauspacken überreden kann. ansonsten lese ich viel. wir topfen einen sehr großen Fikus in einen noch größeren Topf um, gut 15l Erde veschlingt das, Leckofanni. vorlesen tue ich auch, „das grüne Küken“ eins der schönsten Bilderbücher, das wir haben. und dann wird noch gememoryd. und Paprika geschnitten. und das EM-Jäckchen ist im Flieger ein gutes Stück gewachsen, bald ist der Korpus fertig.

Me made Mittwoch: Reiseoutfit

Einen schönen guten Morgen aus Washington! Ich grüße von einer Konferenz und da mich ein nicht bestellter Weckruf eine Stunde zu früh geweckt hat, habe ich Zeit, euch heute auf die Schnelle mein gestriges Reiseoutfit zu zeigen.
Ich hatte die Herausforderung zu meistern dass ich von 14 Grad zuhause über zugig-klimatisiert im Flugzeug bis zu über 30 Grad hier in DC alles mit einem Outfit abdecken musste. Und bequem sollte es auch noch sein. Die Wahl fiel auf ein Lagen-Outfit. Die Basis ist mein neues Tiramisu-Dress (Cake patterns), das ich eigentlich für den Sommerurlaub genäht habe. Darunter trage ich sexy Kompressionsstrümpfe und eine petrolfarbige Leggins, darüber Strickjacke und Schal. So war ich am Morgen und in Zug und Flug gut gewärmt. Leider ergab sich aber am Flughafen keine Möglichkeit für ein Ganzkörperfoto:
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Kurz vor der Landung hab ich dann Leggins, Jacke und Schal von mir geworfen. Und konnte so einigermaßen ohne Schwitzen bis zu meinem Hotel gelangen. (Das Taxi war natürlich wieder auf unter 20 Grad klimatisiert und ich brauchte die Strickjacke wieder).

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Das Kleid ist bequem und trotzdem angezogen. Ich bin allerdings vom Schnitt ziemlich underwhelmed. Nachdem ich schon zahlreiche schöne Tiramisus gesehen habe, hätte ich das nicht erwartet. Zunächst war das Kleid mir in der Größe nach meinen Maßen um Meter zu groß. Ich habe im Oberteil locker 2-3 cm aus der Seitennaht, 3 cm aus der Länge genommen. Das Taillenband habe ich 5cm enger gemacht. Das Konzept Jerseytaschen in Jerseykleid überzeugt mich auch nicht. Sobald mein Handy in der Rocktasche steckt, wird der Rock auf der Seite länger und länger.

Auch wenn mir dieses Kleid ganz OK gefällt: das wird sicher nicht mein Sommerjerseykleider-Standardschnitt. Ich werde wohl doch mal wieder Knip-Hefte wälzen müssen.

Und nun schau ich mal beim Me made Mittwoch rein, bevor ich eine Kombination von Klamotten suche, die für 32 Grad draußen und ca. 18 Grad drinnen gleichermaßen taugt.

Rockalong: Zwischenstand

Am Sonntag ging es beim Sommerrocknähen um Schnitt und Material. Besonders viel kann ich nicht berichten, ich hatte ja schon sehr konkrete Pläne. Ich habe seit dem letzten Post die Stoffe von The Sweet Mercerie bekommen, leider sind beide etwas anders, als ich erwartet hätte und ich muss wohl meine Jeansrockpläne etwas anpassen. Aber ich wollte ja eh mit den Culottes beginnen.
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Das hab ich auch getan. Ich habe den Schnitt abgepaust und genauer festgestellt warum er als recht komplex eingestuft wird: Reißverschluss mit Untertritt sowie Paspeltasche. Ich erwäge, den Reißverschluss in die Seitennaht zu verlegen, um mich ein bisschen zu entlasten. Außerdem muss ich mir Gedanken über Taschen machen. Denn eine Paspeltasche von 5cm Tiefe ist nicht, was in meinen Alltag passt. Gehen wohl Seitennahttaschen? Meinungen?

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Ich habe jetzt auch schon zugeschnitten und werde dann noch die Belege und ggf Taschen aus passender Baumwolle zuschneiden. Mein Stoff ist eine Stretchgabardine aus Baumwolle mit Elasthan in dunkellila, die sich bisher sehr kooperativ zeigt.

Nun bin ich erstmal auf Dienstreise, nächste Woche gibt es wohl keine Fortschritte, aber danach ist es ruhiger und ich versuche aufzuschließen.

Sonntagssachen 17/2016

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Erdbeermarmelade gekocht. Frühstück mit selbst gebackenen Brötchen und Ei. Wäscheberge weg gefaltet. Mit dem Minimensch einen neuen Sonnenhut genäht. In einer Regenpause im Sand gespielt. Waffeln gegessen. Rhabarbersirup gekocht. Nach dem großen Regen in den feuchten Wald gegangen. Spargel in den Ofen geschoben. Culottes zugeschnitten.

Der Falten-Tellerrock

Beim Sommerrock-Sewalong möchte Meike gern einen Faltenrock mit Streifen nach dem Vorbild dieses Rockes von Frau grueneblume nähen. Auch in meinem Kopfkleiderschrank war jahrelang ein nicht-realisierter Faltenrock nach diesem Vorbild. Ich habe viele Schnitte ausprobiert und niemals einen tragbaren Faltenrock produziert. Das Problem war: durch meine große Taille-Hüft-Differenz sprangen die Röcke immer ab der Hüfte sehr unschön auf. Ich gab entnervt die Suche nach einem Faltenrock auf. Bis ich zu einer Hochzeit meinen langjährig geliebten schwarzen Faltenrock von H&M anzog und dachte „Geht doch!“.

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Irgendwas musste an diesem Rock anders sein, als an all den Faltenrockschnitten, die ich getestet hatte. Langes Grübeln und vergleichen brachte mich darauf: Der Basisrock, in den die Falten eingebaut wurden, hatte eine andere Form: Fast alle Faltenröcke, die solch schöne tiefe Falten haben, werden aus einem rechteckigen oder annähernd rechteckigen Stück Stoff genäht. Die Variation sind vor allem Faltentiefe und -verteilung sowie die Breite des Bundes. Mein Lieblingsrock hat dagegen einen Tellerrock als Basis. Dadurch wird der Rock selbst um die Hüfte schon weiter und nicht die Falten müssen die Taille-Hüft-Differenz ausgleichen. Gemerkt habe ich das übrigens, weil ich beim Bügeln gesehen hab, dass die Stücke zwischen den Falten nicht rechteckig sondern trapezförmig sind. Das passende Fachwort hatte ich in Köln bei Plissee Becker schon gelernt: Sonnenplissee! Das war der sprichwörtliche Groschen, als ich das einmal raus hatte, war die Konstruktion gar nicht schwer. Ich fand eine Anleitung im Buch „Kleider nähen“ und machte mich an die Nachkonstruktion.

Ich vermaß zunächst die Falten genau und berechnete den gesamten Falteninhalt. Dann maß ich den Saum aus, zog die Falteninhalte ab und konnte so die Saumlänge des zugrundeliegenden Tellerrocks bestimmen. Diese verglich ich mit meinen existenten Tellerröcken und bekam so heraus, dass ich etwa einen 2/5 Teller zugrunde legen sollte, also etwas weniger Saumweite als ein halber Teller. Ich schob also meinen Halbteller-Basisschnitt etwas zusammen und pauste diese Basis auf festem Papier zweimal neu ab.

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Dann fügte ich die vermessenen Falten ein, indem ich das Schnittteil an den entsprechenden Stellen durchschnitt und um die Faltentiefe parallel auseinanderzog. Das Vorderteil hat in der Mitte eine 15cm tiefe Kellerfalte und links und rechts davon zwei 8cm tiefe Quetschfalten, das Rückteil hat drei 10cm tiefe Quetschfalten gleichmäßig verteilt.
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Diese verbreiterten Schnitteile pauste ich erneut ab, diesmal auf Folie, und markierte mir die Falten. Den Bund konnte ich vom Rock abpausen, es ist ein relativ schmaler Formbund, der in der Taille sitzt.

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Dem Original folgend, steppte ich die Quetschfalten jeweils 6cm tief zu, die Kellerfalte in der vorderen Mitte öffnet sich direkt unterhalb des Bundes. Ich fügte noch eine Seitennahttasche hinzu und setzte das ganze zusammen. Das Ergebnis kommt dem Original sehr nahe und ist genau was ich mir gewünscht hatte. Ein Futter ließe sich leicht hinzunehmen, da kann man nämlich einfach den Basis-Tellerrock ohne Falten nehmen und ist fertig… ich denke, um die Proportionen zu erhalten, würde ich in größeren Größen die Falten auch breiter wählen, so dass die Mehrweite in den Falten etwa proportional mit der Saumweite skaliert. Daher als Orientierung: Mein Rock hat eine Saumweite ohne Falten von ca. 2,50m und mit Falten ca. 3,15m.

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Sonntagssachen 17/2016

imageBereits um 6.30, deutlich früher als üblich, kommt der Minimensch zu mir ins Bett gekrochen. Er hat unruhig geschlafen, weil wir allein sind diese Nacht und er Heuschnupfen hat. Ich war nicht direkt früh im Bett und bin wenig aufstehbegeistert, wir kuscheln also noch. Da wir zum Frühstück verabredet sind, kriegt nur der Minimensch Frühstück zuhause, während er Joghurt löffelt, trinke ich Tee und suche ein Brotrezept aus. Da wir noch gekochte Kartoffeln übrig haben, fällt die Wahl auf Möhren-Kartoffel-Brot. Das wird gleich angesetzt und bei der Gelegenheit auch der Sauerteig gefüttert. Und wenn man ja viel zu früh wach ist, kann man auch noch schnell das Bad putzen. Danach zogen wir uns an, holten Brötchen, der Minimensch bekam eine Waffel geschenkt und war somit dann in bester Laune und wir konnten zum Frühstück fahren. Nach Frühstück, Spielplatz und kleinem Nickerchen im Auto kehrten wir zurück und während der Minimensch ins Planschbecken springt, lege ich die Beine hoch und stricke. Irgendwann kommt dann auch der Mann wieder und saß mit uns im Garten, bis der familienweite Heuschnupfen zum reingehen zwingt. Dort bereite ich Käse-Blätterteigröllchen vor und ernte reichlich Salatzutaten. Nach dem Abendessen stricke ich noch eine Seriefolge lang und nähe ein-zwei Nähte am nächsten Sommershirt – Cabarita von Cake patterns. Das Brot kam schlussendlich sehr lecker aus dem Ofen.

Sommerrock-Sewalong: Inspiration und Planung

Auf dem Me made Mittwoch-Blog gibt es diesen Juni einen Sommerrock-Sewalong in vier Teilen. Das passt mir sehr, denn ich habe auf meiner Urlaubsgarderoben-Liste noch drei Röcke stehen. Die nähe ich doch gern in Gesellschaft.

Ich habe zu Sommerrock an sich ein eher ein gespaltenes Verhältnis. Röcke mag ich einfach gern aus etwas griffigerem Material. Bei flatterigen Röcken bin ich immer sehr unsicher, welcher Schnitt. Im Sommer nähe ich am liebsten Kleider, im Winter dafür gern Röcke. Ausnahme: Maxiröcke, die mag ich sehr sehr sehr.

Ich habe zwei Maxiröcke so wie diesen, die mag ich, aber sie sind nicht unbedingt für jede Gelegenheit geeignet. Dann habe ich einige A-Linienröcke wie diesen. Die sind schön, aber nicht so vollkommen das wahre und auch schon einige Jahre alt.

Allerdings fahren wir im Sommer campen und da muss die Garderobe möglichst kombinierbar und klein zu verpacken sein. Da bieten sich Röcke mit jeweils mehreren passenden Oberteilen sehr an. Daher stehen mindestens 2 Röcke auf der Packliste.

Folgende Rockpläne habe ich so allgemein bis Ende Juli:

1. Lotti-Rock in Jeans: Die beiden Bahnenröcke nach Burda 5/2012 trage ich sehr gern und viel. Grund genug, noch einen zu ergänzen. Im Sinne der Kombinierbarkeit und auch weil es sehr schön ist, will ich gern einen Jeans-artigen Stoff nehmen. Chambray habe ich schon bei The Sweet Mercerie bestellt, aber er ist noch nicht hier. Dazu gibt es Punkte-Paspeln in blau-weiß. Nur Knöpfe muss ich noch suchen.

2. Noch ein Jeans-Bahnenrock, aber schmaler und aus Stretch-Denim. Ich habe einen sehr lang gehüteten Rock von H&M, der an der Hüfte eng anliegt und dann aber im Saum ausgestellt ist. Den würde ich gern nachbauen, als Schnitt werde ich wohl Simplicity 2451 nehmen. Der wird aber zu dick für den Hochsommer und kann deshalb vielleicht noch was warten.

3. Richtige Hochsommerröcke aus dünner Baumwolle. Da werde ich vermutlich irgendeine Variante Tellerrock nehmen, die Weite lege ich je nach Stoffstück fest. Vielleicht auch tatsächlich mal nur einen Viertelteller, das ist mir im Winter zu schmal.
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4. Eine Culottes. Jajaja, ich bin eher late Adopter was Hosenröcke anbelangt, die Nähnerds waren schon letztes Jahr dran an dem Thema. Aber irgendwie war ich immer nur halb bereit, das mal zu versuchen. Aber weil ich ja doch meistens irgendwann mal alles ausprobieren muss, liegt jetzt eine lila Baumwoll-Stretch-Gabardine bereit. Als Schnitt habe ich mir diesen aus der Fashion Style ausgesucht. Ich bin allerdings noch etwas in Schockstarre ob des angegebenen Schwierigkeitsgrades 4/4…
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Und da gemeinsam nähen dazu beiträgt, die Dämonen anzugehen, werde ich mit den Culottes im Rahmen des Sew-Alongs anfangen. Die sind zwar nicht direkt hochsommerlich – aber so werfe ich wenigstens nicht die Flinte ins Korn. Und einen Tellerrock aus Baumwolle kann ich auch mal zur Entspannung dazwischen schieben, wenn die Culottes gerade kritische Klippen zu umschiffen haben.

Me made Mittwoch: Graue Jella

Gestern trug ich zu einem wichtigen Termin eine Kombi aus meinem gekauften Lieblingsfaltenrock (den ich nun auch klonen kann) und einem gekauften Blazer (den ich nun ebenfalls klonen kann) sowie einem neuen und selbstgenähten Wasserfallshirt in seriös-langweiligem grau:
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Unterm Blazer sieht das Shirt so aus:
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Es handelt sich um den Schnitt „Jella“ von konfettipatterns, den ich vor einigen Wochen beim MMM entdeckte – ich weiß nicht mehr bei wem. Und da ich ja derzeit an meiner Urlaubsgarderobe arbeite kam mir ein luftiges Shirt recht genehm. Ein leichter grauer Viskosejersey war als Beifang in einem stoffe.de-Paket und so konnte ich eine Probeversion wagen.
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Ich hab den Schnitt plotten lassen und dann laut Maßtabelle Gr. 38 ausgeschnitten. Die habe ich dann erstmal was enger gemacht, weil ich sie insb. in der kurzen Version erheblich zu weit fand – und auch jetzt finde ich noch, dass es enger sein könnte. Das ist aber natürlich Geschmacksache. Ich werde nächstes Mal 36 zuschneiden und vermutlich dennoch etwas in der Taille wegnehmen, damit es für mich stimmig aussieht zum weiten Rock (denn das ist ja meine Anwendung)
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Derweil kann ich das Shirt aber trotzdem prima tragen und mich so gleichzeitig auch an das Tragegefühl weiter geschnittener blusiger Oberteile gewöhnen, denn auch lockere Blusen lassen mich bisher eher fremdeln.  Weitere Jellas aus eher sommerlich gemusterten Stoffen werden sicher folgen, ich finde den Schnitt aber auch „für chic“ sehr geeignet und denke, er würde sogar mit leichter Viskose ohne Stretch funktionieren, zumindest an etwas weniger kurvigen Oberkörpern als meinem.

Ich fühlte mich in dem Outfit recht wohl für den Anlass und das ist ja oft sehr wichtig, dass man sich stimmig fühlt, wenn es drauf ankommt.

Heute zeigt Nadine auf dem MMM-Blog auch eine weite Bluse. Die Oberteile liegen wohl in der Luft…

 

Kurz zwei (drei, vier) Podcasts: Nepal

Ich habe auch schon wieder länger die Podcastempfehlungen geschludert, dabei höre ich quasi permanent interessante Dinge. Aber weil es sich so schön stimmig ergibt, greife ich mal zwei raus, die sich geradezu perfekt ergänzen:

Vor einiger Zeit war Andrea Diener in Nepal und berichtete hierüber im Podcast wrint von Holger Klein. Ich fand ihre Eindrücke sehr interessant auch wenn man sich nicht direkt für eine Reise nach Asien begeistern kann sondern sich einfach mal für das Land interessiert. Für mich war insbesondere spannend darüber zu hören, wie die nepalesische Tradition und Kultur quasi zwischen Indien und Tibet steckt. Und natürlich auch, wie die politische Konfliktlage derzeit so ist. (Auch wenn ich bei Reise-Podcasts/-Artikeln/-Blogposts, die Entwicklungsländer betreffen immer ganz stark meine Zahnschmerzen im Zaum halten und mir sagen muss, dass es ok ist, eine primär touristische Perspektive einzunehmen, wenn es denn nachhaltiger Tourismus ist.)

Andrea Diener schildert eine Tour, die naturgemäß vor allem touristisch erschlossene Gegenden umfasst – wurde sie doch von einem Reiseanbieter organisiert. Im krassen Gegensatz dazu steht das Feature von Neugier genügt (WDR5), das sich auch mit Nepal befasst, genauer mit sogenannten Menstruationshütten und der religiös-motivierten Tradition, dass Frauen, die menstruieren außerhalb des Hauses bleiben müssen, die zwar verboten aber in abgelegenen Regionen von Nepal nach wie vor weit verbreitet ist. Dieser Podcast führt dann sehr deutlich vor Augen, wie vollkommen weit weg von jedem westlichen Einfluss Teile des Landes sind und wie sehr eben das Land, Tourismus hin oder her, ein sehr sehr armes Entwicklungsland ist. Denn Entwicklung bedeutet ja keinesfalls nur „die Leute müssen nicht hungern“ sondern umfasst eben auch Sanitärstandards, Gleichberechtigung und Bildung. Ich fand es entsetzlich über diese Praxis zu hören, die ja zum Teil auch in einem sehr krassen Bildungsdefizit begründet ist. Dass Frauen nicht einmal selbst wissen, was genau Menstruation eigentlich ist, können wir uns hier kaum vorstellen, es ist aber tatsächlich so und zwar keineswegs nur in Nepal.

Hierzu noch passend eine Leseempfehlung: Sieben Frauen aus sieben verschiedenen Ländern erklären, warum Feminismus kein westliches Projekt ist.

Und dann wurde kürzlich auch andernorts über Menstruation geredet. Z.B. im Lila Podcast sowie im Kleinercast.