Tag 7-10

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Die letzten Tage war hier Ausnahmezustand, ich hatte ein Paper einzureichen, das noch sehr – sagen wir mal – roh war und der Mann hatte zeitgleich 2 Deadlines, die auch eher tough einzuhalten waren. Daher Liste erst heute wieder.

To-Do-Bilanz: 12/12 (Musikschule, Wäsche, Wäsche, Wäsche, Küche, kochen, einkaufen, einkaufen, Post, Telefonat, Telefonat, Überweisungen)
Zusätzlich: Brot gebacken, Wäsche verräumt, grobe Ordnung hergestellt, Müll runter
Arbeitsbilanz: 2/2 (heute war Pausentag)
Abends für mich: Besuch von einem lieben Freund
Tomatensaft: nein
Zucker: ja
Essen: Süßkartoffelsuppe

Die ersten 6 Tage meines Experiments haben mir gezeigt, dass ich vieles einfach auf der Liste vergesse. So z.b. habe ich ja die letzten 2 Wochen außergewöhnlicherweise Insbettbringdienst gehabt. Das ist locker eine Std die für Kram machen und arbeiten fehlt, stand aber nicht auf meinen Zetteln. Auch neige ich dazu, die nicht geschafften Sachen vom.Vortag nicht wieder auf die nächste Liste zu übernehmen. Da habe ich an Tag 6 und heute schon wesentlich besser geplant.
Es ist generell sehr gut,  mich jeden Tag dazu zu treten, eine Liste zu schreiben, und sei sie noch so kurz. Ich hoffe, ich Kriege das in eine Routine überführt.
Was über haupt nicht klappt, ist Zuckerverzicht. Irgendwie ist zu viel müde-hungrig-Kopfweh-keineZeitfürSnacks das wurmt mich, denn eigentlich war ich da mal sehr eisern und weiß auch, dass es mir viel besser ginge, wäre ich da zurückhaltender. Das also weiterhin als Aufgabe.

Me made Mittwoch: Anna

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Ich bin etwas sehr ausgelastet derzeit, aber ich machte gestern Fotos von meinem Outfit:
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Ich trug gestern und trage auch heute mein erstes, aber sicher nicht letztes, Anna Dress. Es hat noch ein paar Kinderkrankheiten, aber ich mag es sehr.
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Genäht aus einem etwas zu steifen Patchworkstoff von Buttinette, dessen Muster und Farbe ich aber sehr mag. Ich plane für dieses Jahre weitere Annas, denn ich mag den Schnitt und Sitz des Kleides und es passte mir praktisch ohne Anpassungen. Es lässt sich außerdem gut mit Shirt drunter aber auch ganz ohne alles tragen, was es – kombiniert mit Unterrock – recht Frühling-Sommer-Herbst-kompatibel macht.

Gestern noch mit blickdichter Strumpfhose und Shirt drunter. Ich brauche immer etwas, bis ich glauben kann, dass es ohne Strumpfhose und Schal geht. Heute konnte ich mich schon zu einer Caprileggins durchringen. Ich mag ja Caprileggins. Allein schon zur Entwöhnung, damit der Übergang zu nackten Beinen nicht so plötzlich kommt.

Der Schal aus Strängen von geflochtenen Stoffresten ist übrigens auch selbst gemacht. Und auch gut zur Schalentwöhnung, denn da brauch ich auch immer etwas, um diese Nacktheit am Hals ertragen zu können.

Und nun husche ich – sehr eilig – zum MMM herüber, wo heute Nina ein schönes Simplicity-Kleid zeigt, dessen Schnitt auch noch hier liegt. Für wenn bald alles besser ist…

12.04.15 – Tag 6

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To-do-Listen-Bilanz: 10/10. Hahaha! (Bad, Gästeklo, den verdammten Putzschrank mit Schublade, Brettern und Tür bestückt, und eingeräumt, Spülmaschine ausgeräumt, allen Müll runter, Wäsche1, Wäsche2, kochen, Küche, Kind ins Bett bringen)
Zusätzlich dazwischen geschoben: Wasserkocher entkalkt, Spülmaschine gereinigt, mein Handy neu eingerichtet weil es sich zerschossen hatte, den Klamottenablageundvergessenstuhl im Schlafzimmer sortiert.
Abends für mich: mit meiner Mutter telefoniert
Arbeitsbilanz: 3,5/6
Ins Bett: 23.00
Tomatensaft: nein
Zucker: ja (Kuchen beim Großelternbesuch)
Essen: Cashew-Curry mit Reis

Ein erfolgreicher Tag. Ca. 100 solche Tage und es wäre nicht mehr vollkommen chaotisch …

11.04.15 – Tag 5

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To-Do-Listenbilanz: 6/10 (es wird nicht besser…) (Balkonpflanzen kaufen, Balkon bepflanzen, Balkon putzen, Wäsche1, Wäsche2, das verdammte Raclettegerät endlich verräumen)
Zusätzlich dazwischen geschoben: Bäcker, staubsaugen (Wo ständig dieser Dreck herkommt ist mir ja ein Rätsel), einkaufen, Altpapier wegfahren – 2mal, Küche, Minimensch ins Bett bringen, Leergut wegfahren, Überweisungen, Einmachgläser wegräumen
Abends für mich: Nägel lackiert, Gesichtsmaske
Arbeitsbilanz: 2,5/3
Ins Bett: 22.45 (fast gut!)
Tomatensaft: ja
Zucker: fast nein (Dringende Ausnahme!)
Essen: Pfannkuchen

10.04.15 – Tag 4

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Also. Worum geht es bei diesen mysteriösen Aufzählungen am Abend?

Ich denke sehr oft, dass ich mich mal besser organisieren sollte. Ich kann das prinzipiell. Ich arbeite nämlich sehr geplant und organisiert, halte Arbeitsdeadlines meist sehr locker ein und schaffe gut, was ich mir vorgenommen habe. Zuhause hingegen sitze ich abends da und frage mich, wo die Zeit hin ist und was ich nochmal gemacht habe. Gleichzeitig finde ich auch keine Zeit für mich, weil ich dann abends gegen halb zehn noch versuche, die Tagesbilanz zu retten. Ohne nennenswerten Erfolg . Ich schreibe schon auch manchmal Listen, aber ich mache dann scheinbar nie, was da drauf steht.
Deshalb kam ich auf die Idee, mich mal zu beobachten und zu vergleichen, was ich aufschreibe und was ich dann tatsächlich mache.
Wo ich dann schon mal beim disziplinieren dabei bin, nehme ich gleich noch drei Punkte auf, die ich eh schon länger in den Griff kriegen wollte: 1. eine längere Zucker Pause einlegen. Dass ich Zucker schlecht vertrage dürfte inzwischen weithin bekannt sein. Dennoch hat sich über packen, umziehen, einrichten und Arbeitsstress ein erheblicher Süßigkeitenkonsum hier eingeschlichen. Da muss ich mal bei.
2. Um 22.30 ins Bett gehen und spätestens 23 Uhr schlafen. Quasi selbst erklärend. Der Minimensch ist allerspätestens um 7 morgens quietschfidel und schläft zwar meist aber nicht immer durch. Folglich ist wenig Puffer da.
3. Der ominöse Tomatensaft. Ich nehme mir auch gern mal Gesundheitsdinge vor. Vitamin B12 nehmen, Yoga machen, eine Darmkur machen, Kieselerde nehmen, mehr trinken, you name it. Solche Vorsätze halten üblicherweise maximal 2 Tage. Dann geht die gewünschte Routine sang-und klanglos unter. Stellvertretend für diese Rubrik der Selbstdisziplin steht der Tomatensaft. Tomatensaft ist nämlich sehr sehr gesund, voll krebsrisikomindernd und vitaminreich, vor allem aber lecker und eine erheblich bessere Zwischenmahlzeit als Marzipaneier. Daher also jeden Tag ein kleines Hungerloch mit Tomatensaft füllen.

Nach der ersten Woche werde ich versuchen zu ergründen, was ich warum nicht schaffe.

To-Do-Listenbilanz: 4,5 von 8 (den Minimensch ins Bett bringen, Altpapier wegfahren, Sommerkinderklamotten gebraucht shoppen, Mails, Sommerkinderschuhe zwar ausgesucht, aber noch nicht bestellt)
Zusätzlich dazwischen geschoben: ungeplantes Home office
Abends für mich: nichts.
Arbeitsbilanz: 4,5/7
Ins Bett: 23.40 (ohje)
Tomatensaft: ja
Zucker: ja
Essen: Salat, Kartoffeln, gebackener Feta

09.04.15 – Tag 3

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To-do-Bilanz: 4/8 (Minimenschjahresinspektion, saugen, Garten, einkaufen)
Zusätzlich dazwischen geschoben: Minimensch ins Bett gebracht, Sicht- und Rauskletterschutz am Balkon angebracht, Küche, Mails
Abends für mich: ähm. Twitter.
Arbeitsbilanz: 2/3
Ins Bett: 0.10 (ohje)
Tomatensaft: nein
Zucker: nein (yeah!)
Essen: Gulasch

08.04.15 – Tag 2

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To-do-Bilanz: 0/4
Zusätzlich dazwischen geschoben: Minimensch ins Bett gebracht, Telefonat1 Telefonat2, Mails
Abends für mich: an neuem Kleid genäht (Noch 1 Ärmel, RV, Saum – sieht eher geht so aus)
Arbeitsbilanz: 6/7
Ins Bett: 23.10
Tomatensaft: ja
Zucker: ja (blöde Ostersüßigkeiten)
Essen: Shakshuka

07.04.15 – Tag 1

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To-do-Bilanz: 6/12 (Zulassungsstelle, DM, alnatura, Telefonat, Garten, Babysittermemo)
Zusätzlich dazwischen geschoben: Küche, Wäsche, Telefonat2, Telefonat3,  Müll, Puzzle repariert
Abends für mich: nichts (geplantermaßen)
Arbeitsbilanz: 2/3
Ins Bett: 23.30
Tomatensaft: ja
Zucker: ja
Essen: Reste von gestern


Dies ist Teil 1 eines 30 Tage-Selbstorganisationsexperiments, näheres folgt bei Gelegenheit

Monatsrückblick Februar und März

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Februar vollends mit Kistenpacken gefüllt. Keine Sozialkontakte außer zu Packhelfern und Babysittern. Viel Hilfe von unersetzlicher Familie. 4 Tage frei für den Umzug. Nix gestrickt. Nix genäht. Zu wenig Schlaf. Die Küche passte nicht wie geplant in die neue Wohnung. Der Mann die zwei Wochen vorm Umzug fast durchgängig krank. Der Minimensch auch. Immerhin erscheint überraschend ein Kitaplatz in einer Traumeinrichtung. Leider erst ab August. Am Ende mehr als 150 Kisten und alle Möbel in der neuen Wohnung. Energielevel stark im Minusbereich.
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März. Beginnt mit auspacken, parallel arbeiten. Die geplanten Kindetbetreuungszeiten platzen in Serie. Die Suche nach einer neuen Babysitterin gestaltet sich schwierig. Reihen von jungen Frauen, die scheinbar nicht in der Lage sind, den Text einer Anzeige zu lesen und zu verstehen. Oder denen erst nach Absprache erster Termine wichtige andere Verpflichtungen einfallen. Wir arbeiten viel am Abend und packen wenig aus. Wann auch? Aus geplanten 10 Tagen Urlaub werden nur 6. Aber immerhin. 6 Tage weg aus dem Chaos. Filzhausschuhe stricken und ein paar Reihen eines Pullunders, der seit zwei Jahren ruhte. Strahlendes Wetter im Mittelgebirge. Eine Familienfeier in Franken hinten dran. Trotz gefühlt null Erholungswert geht es danach besser. Wir finden eine nette Babysitterin, die im April anfängt. Ich kriege eine wichtige Konferenzzusage (Melbourne). Der Minimensch verkraftet die mittlerweile 2 Monate mit ständig wechselnden Tages- und Wochen-Rhythmen erstaunlich gut. Ich fahre mit Fahrrad und Bahn zur Arbeit. Der Weg ist ca 10 Minuten länger als bisher. Also 60 Minuten. Einfache Strecke. Aber ich passiere täglich zweimal mit dem Rad den Fluss. An einer sehr schönen Stelle. Und arbeite im Zug. Das geht gut denn es ist ein putziger nicht überfüllter Privatbahnzug. Wir kriegen ein paar Tage Besuch von einem netten Freund und ich packe die Nähecke aus. Und nähe als erstes lang versprochene Bettwäsche. Und sortiere meine Schnittmuster. Energielevel immer noch null. Chaos immer noch groß. Noch mehrere Möbelstücke aufzubauen. Ca. 10 Kisten auszupacken. Keller aufzuräumen. Dieses Jahr noch nicht einmal im Garten gewesen. Aber es geht aufwärts. Ich plane ein Kleid. Am letzten des Monats schaffen wir zu zweit essen zu gehen. Nachgeholter Jahrestag. Es wird Frühling. Bald. Ganz bestimmt.
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